Solidaritätsaktion in Großbritannien Politikerinnen verurteilen "geschmacklose" Berichterstattung über Meghan

72 weibliche Abgeordnete haben sich über Parteigrenzen hinweg zusammengetan und den Umgang britischer Medien mit der Herzogin von Sussex kritisiert. In einem offenen Brief beziehen sie Stellung.
Herzogin Meghan: "Als weibliche Abgeordnete sämtlicher politischer Richtungen möchten wir unsere Solidarität mit Ihnen zum Ausdruck bringen"

Herzogin Meghan: "Als weibliche Abgeordnete sämtlicher politischer Richtungen möchten wir unsere Solidarität mit Ihnen zum Ausdruck bringen"

Foto: Jeremy Selwyn/ REUTERS

In ihrem Kampf gegen die Berichterstattung britischer Medien hat die Herzogin von Sussex nun prominente Unterstützung erhalten: Insgesamt 72 weibliche Abgeordnete haben einen offenen Brief an Meghan unterzeichnet, in dem sie ihre Solidarität bekunden und die Medien für ihre "oft geschmacklose und irreführende" Berichte verurteilen. Ein solches Verhalten "darf nicht unangefochten bleiben", heißt es in dem Schreiben.

Die Politikerinnen loben Herzogin Meghan dafür, dass sie "Stellung bezieht" - und kündigen an, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um sicherzustellen, dass die Medien das Recht der Herzogin auf Privatsphäre respektieren.

Unterzeichnet wurde der Brief unter anderem von Politikerinnen der Labour-Partei, der Konservativen und Liberalen.

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Anfang des Monats war bekannt geworden, dass Herzogin Meghan juristisch gegen die britische Zeitung "Mail on Sunday" vorgeht. Ihr Ehemann, Prinz Harry, klagt zudem gegen zwei britische Verlage, weil deren Zeitungen illegalerweise Mailbox-Nachrichten von ihm abgehört haben sollen. In einer TV-Dokumentation zeigte sich das Paar jüngst erschüttert über die Praktiken einer übergriffigen Boulevardpresse.

In dem Brief der Politikerinnen an die Herzogin heißt es nun: "Als weibliche Abgeordnete sämtlicher politischer Richtungen möchten wir unsere Solidarität mit Ihnen zum Ausdruck bringen, indem wir uns gegen die oft geschmacklose und irreführende Natur der Geschichten aussprechen, die in einer Reihe unserer nationalen Zeitungen über Sie, Ihren Charakter und Ihre Familie abgedruckt sind." Es sei zudem enorm besorgniserregend, dass in einigen dieser Geschichten "veraltete, koloniale Untertöne" zu finden seien.

Auch sie selbst seien Frauen, die in der Öffentlichkeit stünden, schreiben die Politikerinnen - "wenn auch in ganz anderer Weise als Sie". Sie würden aber den Missbrauch und die Einschüchterungen verstehen, die heutzutage so oft genutzt würden, "um Frauen in öffentlichen Ämtern davon abzuhalten, mit unserer sehr wichtigen Arbeit fortzufahren".

aar