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Mel Gibson: Zur Abwechslung unschuldig

Foto: Jason Redmond/ AP/dpa

Pöbelei-Vorwürfe Polizei stellt Ermittlungen gegen Mel Gibson ein

Mel Gibson habe sich mal wieder einen Ausraster geleistet, Beleidigungen und Handgreiflichkeiten inklusive. Das behauptete eine Fotografin. Die Polizei in Sydney sieht das anders.

Hat Mel Gibson eine Fotografin gestoßen und beleidigt? Nein, ist die Polizei in Sydney überzeugt. Die Vorwürfe seien eingehend untersucht worden, haben die Ermittler mitgeteilt. Angesichts der Erkenntnisse werde man keine weiteren Schritte ergreifen.

Die Vorgeschichte: Fotografin Kristi Miller hatte gesagt, sie habe vor einem Kino in Sydney Bilder des Schauspielers gemacht. Er hatte sich gerade den Film "Far From Men" angesehen und das Kino mit seiner Freundin verlassen. Miller fotografierte also, "und als ich mich herumdrehte, hat er mich heftig geschubst", sagte sie der Zeitung "Daily Telegraph ", für die sie arbeitet.

Gibson habe sie außerdem beleidigt, sie als Hündin beschimpft, und ihr an den Kopf geworfen, dass sie kein menschliches Wesen sei und zur Hölle fahren werde. Zudem habe er sie angespuckt.

"Mel Gibson hat diese infamen Anschuldigungen von Anfang an bestritten", teilten Gibsons Anwalt und Sprecher mit. Der Schauspieler sei nun zufrieden, nachdem Gespräche mit Zeugen und die Auswertung von Überwachungsvideos ergeben hätten, dass die Behauptung der Fotografin substanzlos sei.

Gibson war mehrmals mit Ausrastern aufgefallen. Er gab zu, die Mutter seiner Tochter beschimpft und geschlagen zu haben. Einen Journalisten bezeichnete er als "Arschloch". Und als er 2006 wegen des Verdachts auf Trunkenheit am Steuer angehalten wurde, überschüttete Gibson den Polizisten mit einer antisemitischen Hasstirade.

Gibson ist derzeit für Dreharbeiten zu "Hacksaw Ridge", einem Film über den Zweiten Weltkrieg, in Australien. Seinen größten Erfolg feierte er 1995, als er für "Braveheart" einen Oscar für die beste Regie bekam.

ulz/AP
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