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Ärger in Australien: Gibson vs. Miller

Foto: PETER PARKS/ AFP

Vorwürfe gegen Mel Gibson Gespuckt, gepöbelt, gehetzt

Mel Gibson hat mal wieder Ärger: Die Fotografin Kristi Miller wirft dem "Braveheart"-Darsteller vor, sie bespuckt und beleidigt zu haben. "Ein Schock", sagt sie. "Eine komplett erfundene Geschichte", sagt Gibsons Sprecher. Die Polizei ermittelt.

Die australische Fotografin Kristi Miller schildert den Vorfall so: Sie habe am Sonntagabend vor einem Kino in Sydney Bilder des berühmten Schauspielers Mel Gibson gemacht. Er hatte sich gerade den Film "Far From Men" angesehen und das Kino mit seiner Freundin verlassen. Miller fotografierte also, "und als ich mich herumdrehte, hat er mich heftig geschubst", sagte sie der Zeitung "Daily Telegraph ", für die sie arbeitet.

Gibson habe sie außerdem beleidigt, sie als Hündin beschimpft, und ihr an den Kopf geworfen, dass sie kein menschliches Wesen sei und zur Hölle fahren werde. Er habe nicht bloß geschrien - sondern sie dabei auch noch angespuckt, so Miller. "Ich dachte, er würde mir ins Gesicht schlagen." Erst Gibsons Freundin habe den Schauspieler beruhigen können.

Die Polizei im Bezirk Surry Hills bestätigte dem Zeitungsbericht zufolge, dass sie Meldungen nachgehe, wonach ein Mann "in eine heftige Auseinandersetzung mit einem Fotografen vor einem Kino in der Oxford Street involviert war". Die Ermittler suchen demnach Zeugen des Vorfalls.

Die Vorwürfe gegen Gibson seien "eine komplett erfundene Geschichte", sagte sein US-Sprecher Alan Nierob. Der Schauspieler und seine Begleitung seien von der Fotografin belästigt worden, und Gibson habe die Frau mehrfach aufgefordert, aufzuhören. "Es hat keinerlei physischen Kontakt gegeben."

Gibson ist derzeit in Australien, um an seinem Weltkriegsdrama "Hacksaw Ridge" zu arbeiten. In der Vergangenheit hatte der Oscargewinner bereits häufig mit Ausfällen für Schlagzeilen gesorgt. Die Mutter seiner fünfjährigen Tochter beschimpfte er aufs Übelste und gab später zu, sie geschlagen zu haben. Einen Journalisten bezeichnete er als "Arschloch". Und als er 2006 wegen des Verdachts auf Trunkenheit am Steuer angehalten wurde, überschüttete Gibson den Polizisten mit einer antisemitischen Hasstirade.

aar
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