Rihanna bei der Met Gala Ein Mehr von Gold

So viele Stars kommen sonst nur bei den Oscars zusammen: In New York hat die Elite des US-Showbiz es bei der Met Gala krachen lassen. Die Königin des Abends war Rihanna - und das bei all der Konkurrenz.

AFP

Eines muss man Rihanna lassen: Selbst bei einem der größten Star-Treffen des Jahres versteht sie es, aus der Masse der Promis herauszustechen. Bei der Met Gala in New York, einer Spendengala für das Kostüm-Institut des Metropolitan Museums of Art, waren - eine kleine Auswahl - etwa Amal und George Clooney, Lady Gaga, Madonna, Cher, Naomi Campbell, Anne Hathaway, Justin Bieber und Jennifer Lopez zu Gast.

Und dennoch stach Rihanna hervor, der Wahl eines exzentrischen Outfits sei Dank. Die Sängerin hatte sich für eine fellbesetzte goldfarbene Robe der chinesischen Designerin Guo Pei entschieden, komplett mit goldener Tiara, passend zur derzeitigen China-Ausstellung der Met, wo auch Entwürfe der Modeschöpferin zu sehen sind.

Schick oder nicht - für den roten Teppich war das goldfarbene Outfit nur bedingt geeignet. Die Schleppe war so ausladend, dass drei Helfer nötig waren, um sie Richtung Eingang zu navigieren. Zum Stau beim Schaulaufen der Stars kam es nicht, weil Rihanna sich ihren Auftritt für den Schluss aufgehoben hatte.

Beyonce und ihr Mann Jay-Z kamen indes so spät, dass die Fotografen schon eingepackt hatten und weggefahren waren. Wer geblieben war, sah die Sängerin in einem sehr offenherzigen Givenchy-Kleid.

Zu diesem Zeitpunkt war Gastgeberin Anna Wintour bereits längst an den Kameras vorbeiflaniert. Die Chefredakteurin der US-"Vogue" hat es geschafft, die Feier zu einem der wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisse zu machen und nebenbei Millionen für das Kostümcenter des Museums zu sammeln.

So viele Stars kommen normalerweise bestenfalls bei den Oscars zusammen. "Es ist wie die Oscarnacht für Mode, aber ohne den Druck, wer einen Preis bekommt", sagte Schauspielerin Kate Hudson.

Weniger Arbeit haben die Gäste mit ihren Outfits aber trotzdem nicht. Sarah Jessica Parker sagte, sie haben seit November an ihrem Look gebastelt, weil Wintour immer wieder kleine Hinweise gegeben habe.

Und die zu ignorieren kann sich offenbar niemand leisten, der bei der Gala dabei sein will: Ein Selfie-Verbot für den Innenraum, das wohl Wintour durchsetzte, wurde weitgehend eingehalten. "Selfies können den Moment und Spaß stören", sagte Schauspielerin Gabrielle Union. "Es macht nicht so viel Spaß, wenn man die ganze Sache dokumentieren muss."

Ab dem 7. Mai ist die Ausstellung "China: Through the Looking Glass" für die Öffentlichkeit zugänglich. Es ist die bislang größte des Kostüm-Instituts, Thema ist Chinas Einfluss auf die westliche Mode. Der Umfang der Ausstellung sei auch ein Spiegelbild von Wintours wachsendem Einfluss, schrieb das "New York Magazine". In den vergangenen Jahrzehnten sei sie die zentrale Figur der Modebranche gewesen.

ulz/AP



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