Buch-Konkurrenz John Oliver ärgert Mike Pence mit einem schwulen Hasen

Der US-Vizepräsident ist erzkonservativ. Auf seine jüngste Buchveröffentlichung reagiert nun Late-Night-Talker John Oliver: Er klaut Mike Pence seinen Protagonisten - und lässt ihn eine Schwulenhochzeit feiern.

Moderator John Oliver, bekannt aus "Last Week Tonight", hat ein Kinderbuch veröffentlicht. So weit, so unspektakulär. Doch Ziel der Veröffentlichung ist es, den Konservatismus des US-Vizepräsidenten Mike Pence bloßzustellen. Aber der Reihe nach.

Pence hat gerade ein Buch herausgebracht, seine Tochter hat es geschrieben, seine Ehefrau hat die Illustrationen beigesteuert. Hauptfigur ist der Hase Marlon Bundo, das Buch trägt den Titel "Marlon Bundo's A Day in the Life of the Vice President", es geht also um Bundos Sicht auf einen gewöhnlichen Tag im Leben des Vizepräsidenten. Oder, um es mit den Worten des Verlags zu sagen: Es soll jungen Lesern aus Hasensicht zeigen, welche besonderen Pflichten der Vizepräsident hat.

Dass sich John Oliver nun Pence als Zielscheibe für seine Kritik ausgesucht hat, liegt an den erzkonservativen Ansichten des Republikaners: Er ist entschiedener Gegner von Abtreibungen und von gleichgeschlechtlichen Ehen. Der ehemalige Gouverneur von Indiana lehnte die Förderung von Frauenkliniken ab und warb einst für vermeintliche Therapiemodelle gegen Homosexualität. Über sich selbst sagt er: "Ich bin Christ, Konservativer und Republikaner. In dieser Reihenfolge." Einen großen Teil seiner Sendung vom Sonntagabend widmete Oliver dem Vizepräsidenten:

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Auch in Olivers Buch "A Day in the Life of Marlon Bundo" geht es nun um einen Hasen namens Marlon Bundo. Und der verliebt sich in einen anderen männlichen Hasen. Es geht um Liebe, Toleranz und Gleichberechtigung. Oder, um es mit den Worten des Verlags zu sagen: Erzählt wird die Geschichte von der gleichgeschlechtlichen Hochzeit des berühmten Hasen von Mike Pence.

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Ein Sprecher von Pences Verlag nannte die Veröffentlichung "unglücklich", wie CNN  aus einer entsprechenden Mitteilung zitiert. Dem Sender zufolge lag Olivers Buch am Montagmorgen auf Platz eins der Amazon-Verkaufscharts. Das von Pence auf Platz 15.

Die Erlöse des Buchs will Oliver übrigens spenden: an die Organisation "The Trevor Project", die sich für die LGBTQ+-Gemeinde einsetzt, und an "Aids United". Familie Pence will einen Teil ihrer Einnahmen ebenfalls spenden, an die Non-Profit-Organisation "A21" und an ein Krankenhaus, das Kunsttherapien für kranke Kinder anbietet.

aar