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Mike Tindall Royal im Dschungelcamp

aus DER SPIEGEL 46/2022
Foto:

James Gourley / ITV / Shutterstock

Er quiekt nicht, wenn eine riesige Spinne auf seiner Glatze herumklettert, er entfacht ohne große Umstände und mit bescheidenen Hilfsmittelchen ein Feuerchen und unterhält seine Mitcamper mit Pikanterien aus dem Privatleben: Mike Tindall, 44, ehemaliger englischer Rugby-Nationalspieler, erweist sich schon nach wenigen Tagen im australischen Dschungel als wertvoller Kandidat für die 22. Ausgabe von »I’m a Cele­brity … Get Me Out of Here!«, der britischen Vorlage für die deutsche Variante »Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!«. Tindalls Buschgebaren ist vor allem deshalb interessant, weil er nicht nur ehemaliger Profisportler, sondern auch der Ehemann von Zara Tindall ist, der Tochter von Prinzessin Anne und damit der Nichte von König Charles III. Schon am zweiten Tag erzählte Tindall bereitwillig, wie er und Zara sich im Jahr 2003 kennenlernten: Sie hätten sich in Sydney getroffen, nachdem er es nicht in die Aufstellung für das Halbfinale der Rugby-WM geschafft hatte und entsprechend frustriert war. Gemeinsame Freunde stellten ihm Zara vor, und sie verabredeten sich zu einem Mittagessen, aus dem »ein ziemlich angeschickertes« wurde, so Tindall im Dschungelcamp: »Da haben wir gemerkt, dass wir uns beide ganz gern besaufen. Das war ein guter Ausgangspunkt.« Bei anderer Gelegenheit rappte er zum Amüsement seiner Mitcamper (darunter auch der bislang angenehm selbstironi­sche Popstar Boy George) verblüffend textsicher die Rap­hits aus den Neunzigerjahren »Boom! Shake the Room« von DJ Jazzy Jeff & The Fresh Prince sowie »Ice Ice Baby« von Vanilla Ice, was ihm im Camp sogleich den Spitznamen »Vanilla Mike« einbrachte. Britische Royals-Experten sind derweil uneins, wie Queen Elizabeth II. wohl Tindalls Campteilnahme aufgenommen hätte.

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