Ulk-Video von Kunis und Kutcher Noch ein Hühnchen zu rupfen

Hat Mila Kunis einem Kind das Huhn geklaut? Das behauptet jedenfalls eine angebliche Ukrainerin - und verlangt 5000 Dollar von der Schauspielerin. Die hat nun eine wunderbare Antwort auf den Gaga-Vorwurf gefunden.

AP

Ironie kann etwas Feines sein. Und diese Geschichte ist so gaga, dass Ironie die perfekte Antwort darauf ist. Darum geht es: Eine Frau beschuldigt die US-Schauspielerin Mila Kunis, ihr vor mehr als 20 Jahren das Lieblingshuhn gestohlen zu haben. Der Schmerz darüber sitzt offenbar noch immer sehr tief - deshalb fordert sie nun 5000 Dollar Entschädigung von Kunis.

Ihren Angaben zufolge ist Kristina Karo mit Kunis aufgewachsen, in einem Dorf in der Ukraine. Ihr Haus-Huhn habe auf den Namen Doggie gehört und sei tatsächlich wie ein Hund gewesen: clever, anhänglich, lernbereit. Einzig das Bellen habe sie Doggie nicht beibringen können, sagte Karo in einem Video-Interview mit dem Promi-Portal "TMZ". Eines Tages dann sei ihr Lieblingshuhn verschwunden - und Kunis habe gestanden, das Tier aus Neid gestohlen zu haben.

Der Schock muss katastrophal gewesen sein, wenn man den Aussagen Karos denn glauben möchte: Sie habe mehrere Therapiesitzungen benötigt und sei durch den Verlust des Hühnchens am Boden zerstört gewesen.

Die Geschichte und die Frau wirken so absurd, dass man glatt eine Satire dahinter vermuten kann. Eine Satire auf klagefreudige Amerikaner. Und auf Menschen, die mit aller Macht berühmt werden wollen. "Das ist das Lächerlichste, was ich jemals gehört habe", sagte der "TMZ"-Mitarbeiter, der Karo interviewt hat. Dabei trug sie übrigens eine riesige Sonnenbrille, schwarz-weiße Haarextensions, die dicken Lippen pink geschminkt und einen Ausschnitt, mit dem sie in jeder Strip-Bar angestellt werden würde.

So weit, so irre. Richtig lustig wird die Geschichte aber erst durch die Reaktion von Mila Kunis und Ashton Kutcher. Das Paar setzte sich auf ein Sofa und spielte eine Interviewsituation nach. Kutcher filmte und veröffentlichte das Video im Internet auf der Livestream-Plattform Meerkat. "Lass uns das mal klarstellen", beginnt er das Fake-Interview mit Kunis. "Du hast ein Hühnchen gestohlen. Von einem ein Monat alten Baby." Er sei schockiert, wirklich richtig schockiert davon, dass die großen Nachrichtenseiten und all die Journalisten nicht dem Fakt nachgegangen seien, dass Kunis in einem ukrainischen Dorf eine Konversation mit einem ein Monate alten Kind geführt habe. Und dann auch noch auf Englisch! "Das ist das cleverste Kind, von dem ich je gehört habe", sagt Kutcher.

Im Anschluss macht sie sich darüber lustig, dass die Anklage der Frau "ganz rein zufällig" mit der Veröffentlichung ihres Musikvideos zusammenfällt. Tatsächlich ist dies ein grottenschlechter Clip, in dem die Frau mit Jeanshotpants, Cowboystiefeln und USA-Bikini "Gib's mir" fordert und damit eine Greencard meint.

"Ich war am Boden zerstört", sagt Kunis im Video über die Beschuldigungen gegen sie - und meint es sichtbar ironisch. "Welches Hühnchen habe ich gestohlen?" Ich entschuldige mich bei der Frau, die damals vielleicht oder vielleicht auch nicht einen Monat alt war. Es sei zwar offiziell keine Anklage gegen sie eingegangen, "aber emotional fühle ich mich angeklagt", sagt Kunis. Und lacht.

Kunis hat tatsächlich bis zu ihrem siebten Lebensjahr in der heutigen Ukraine gelebt, dann zog sie mit ihrer Familie nach Los Angeles. Die Frau, die Kunis als Diebin bezeichnet, wuchs laut ihrer Homepage auf einer ukrainischen Hühnerfarm auf. Dort habe sie jeden Cent gespart, um sich ein Ticket nach LA kaufen zu können - und sich dort ihren Traum zu erfüllen: Star sein.

Kunis wolle nun im Gegenzug die Frau verklagen und zwar ebenfalls auf 5000 Euro, sagt die Schauspielerin im Video. Schließlich habe sie sich hingesetzt und sich das Musikvideo der Frau angesehen. Und das habe einen bleibenden Eindruck hinterlassen. "Mein Körper tut weh, meine Augen tun weh, sie brennen. Das verlangt nach einer finanziellen Entschädigung."

aar



insgesamt 8 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
kascnik 23.04.2015
1. Mila Kunis
ist einfach umwerfend. Wunderschön, intelligent, jetzt zeigt sie auch Witz und Selbstironie. So mancher angeblicher Promi sollte mal bei ihr in Schule gehen und sich eine Scheibe abschneiden!
muggeseggele 23.04.2015
2. Baby?
So Gaga ist die Geschichte doch gar nicht. Mag doch durchaus zutreffen...dass Kinder dazu faehig sind, ist plausibel. Verstehe nur die Ironie von Kutcher/Kunis nicht: wie ist der Zusammenhang mit dem ein Monate alten Baby?
lequick 23.04.2015
3.
Also die Kunis ist nicht mein Fall (optisch, und auch vom "Können" her nicht), aber die Reaktion ist genial.
firenafirena 23.04.2015
4.
Zitat von muggeseggeleSo Gaga ist die Geschichte doch gar nicht. Mag doch durchaus zutreffen...dass Kinder dazu faehig sind, ist plausibel. Verstehe nur die Ironie von Kutcher/Kunis nicht: wie ist der Zusammenhang mit dem ein Monate alten Baby?
Naja, vermutlich wird besagte Dame selbst nur wenig älter als die 20 Jahre sein, die der "Diebstahl" angeblich her ist... Das wirklich absurde an der Story ist aber sowieso die Tatsache, dass jemand einen seelischen Schaden durch so einen Blödsinn herbei redet und 20 Jahre später dafür Schmerzensgeld haben will. Da könnte ja jeder kommen und sein Umfeld für irgendwelche Störungen verantwortlich machen und sich die alberndsten Gründe dafür ausdenken...
Mr Bounz 23.04.2015
5. zu 2.
1. Kinder sind nicht Haftbar 2. die Frau wuchs auf einer Hühnerfarm auf, da hatte Sie sicher mehr als eines 3. Es geht wohl um das Alter der Dame, das ist ja bekannt und dann war Sie wohl erst 1 Monat alt als dieses traumatische Ereigniss stattfand.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.