US-Popstar Miley Cyrus "Herr Gouverneur, Sie sind ein A....loch"

Im US-Bundesstaat Indiana tritt bald ein Gesetz in Kraft, das Homosexuelle diskriminiert. Popstar Miley Cyrus ist außer sich - und pöbelt im Netz gegen den Verantwortlichen.

REUTERS

Indianapolis - Um klare Worte ist US-Popstar Miley Cyrus selten verlegen. Die 22-Jährige gilt als schrill, frech und extravagant - was sie mit ihrem jüngsten Eintrag auf Instagram mal wieder unter Beweis stellte. "Herr Gouverneur, Sie sind ein A….loch", schrieb sie neben ein Foto von Mike Pence, dem republikanischen Gouverneur des Bundestaates Indiana.

Zuvor hatte der 55-Jährige ein Gesetz unterzeichnet, das die Liberalen in den USA auf die Zinne treibt - obwohl der Name harmloser kaum klingen könnte: "Religious Freedom Restoration Act", Gesetz zur Wiederherstellung der religiösen Freiheit.

Dahinter aber verbirgt sich, so behaupten Kritiker, eine Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare. Demnach wäre es künftig rechtens, wenn Geschäftsinhaber sich mit Verweis auf ihre religiösen Gefühle weigern, homosexuelle Paare zu bedienen. Gouverneur Pence weist Diskriminierungsvorwürfe zurück.

Provoziert hatte den Wuteintrag von Cyrus ihr Bruder Braison, der den Gouverneur auf Twitter "Gouverneur Penis" nannte. Die Sängerin schrieb, sie danke ihrem Bruder dafür, dass er protestiere. "Wir brauchen mehr heterosexuelle Männer, die sich für die Gleichberechtigung von Männern und Frauen einsetzen."

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Cyrus ist bei Weitem nicht der einzige Promi, der sich gegen Pence stellte. Schauspieler Ashton Kutcher meldete sich via Twitter und fragte, ob Indiana demnächst Christen erlauben wolle, Juden auszusperren. Ex-Außenministerin Hillary Clinton schrieb, es sei traurig, dass solch ein Gesetz "heute in Amerika verabschiedet werden kann". Womit sie wiederum Miley Cyrus ein wenig Lügen strafte.

Die Sängerin hatte nämlich auch geschrieben: "Der einzige Ort, an dem es mehr Idioten gibt als bei Instagram, ist die Politik."

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