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Nackt-Video von Miley Cyrus Die Verwandlung

Mit dem Vorschlaghammer gegen das Teenie-Image: In ihrem neuen Video ist Miley Cyrus nackt und leckt lasziv an Werkzeug. Die Sittenwächter sind einmal mehr alarmiert - und die 20-Jährige genießt die Aufmerksamkeit.

New York - Ganz oder gar nicht, so könnte das Motto von Miley Cyrus lauten. Seit Monaten versucht das 20-jährige Teenie-Idol ihr Teenie-Idol-Image abzulegen. Die Schritte waren zunächst klein, wenngleich die Botschaft immer deutlicher wurde: Ich. Bin. Kein. Teenager.

Sie verlobte sich, schnitt ihre langen Haare ab, tauschte Kleidchen gegen Punk-Outfit und Piercings. Auf Instagram und Facebook postete sie in aller Regelmäßigkeit Fotos von sich in lasziven Posen, oder wie sie - nach eigener Aussage - eine Kräuterzigarette raucht.

Während Eltern sich zu sorgen begannen, wen ihre Kinder da als Vorbild auserkoren hatten, hatte Cyrus das erreicht, was sie wollte: Über sie wurde gesprochen, und zwar jenseits der Disney-Szene. Zuletzt legte sie bei den MTV Video Music Awards in einem fleischfarbenen Bikini eine Show hin, die die einen ekelte, andere als "phantastisch" beklatschten.

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Miley Cyrus: Aufregung um neues Video

Foto: YouTube/ Sony Music

Nun legte Cyrus noch einmal nach, beziehungsweise ab. Unter der Rigide von Starfotograf und Regisseur Terry Richardson, Experte für schlüpfrige Szenen, schaukelt sie in ihrem neuen Video "Wrecking Ball" zunächst noch in Unterwäsche auf einer Abrissbirne. Auch ihr Tick, ständig und überall die Zunge herauszustrecken, bringt sie auf neues Sittenwächter-Alarm-Niveau. Im Video leckt sie an einem Vorschlaghammer. Plötzlich ist sie dann nackt - und bekam damit, was sie wollte: Aufmerksamkeit, vor allem für ihr bald erscheinendes neues Album.

Das Video trendete weltweit auf Twitter, Miley selbst heizte ihre Fans auf Twitter  an, das Video öfter anzuschauen, um die Klickzahlen in die Höhe zu treiben. Offenbar mit Erfolg: Binnen weniger Stunden wurde das Video mehr als zehn Millionen Mal geklickt.

So viel erwachsenes Auftreten stieß dann auch nicht bei jedem auf Wohlgefallen. Das Video ist vielfach kommentiert. "Dieser Porno ist mit ganz schön schlechter Musik unterlegt", ist da noch eine der netteren Beurteilungen. Der britische "Guardian" sah sich gar genötigt, junge Frauen noch einmal daran zu erinnern , dass sie nicht an Vorschlaghämmern lecken müssen, um Erfolg zu haben.

gam
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