Milliardär Hopp "Meine Frau ist immer zu kurz gekommen"

Er gründete das Software-Unternehmen SAP und verhalf der TSG Hoffenheim zu einem kometenhaften Aufstieg: In den vergangenen 35 Jahren hatte Dietmar Hopp gut zu tun. Zu kurz kam in dieser Zeit nur eines: seine Ehe. Daher scheint der Wunsch, den seine Frau nun äußert, mehr als verständlich.


München - Späte Einsicht bei Dietmar Hopp: "Eigentlich kommt meine Frau seit der SAP-Gründung vor 35 Jahren zu kurz", räumte der Fußball-Mäzen und Gründer des Walldorfer Software-Giganten in einem Interview mit der Illustrierten "Bunte" ein. Er müsse zugeben, dass er unbewusst in eine Vielzahl von Aktivitäten hineingeschlittert sei.

"Jetzt muss ich gucken, wie ich manches sukzessive zurückfahre, schließlich werde ich demnächst schon 69", wird Hopp zitiert. Seine Frau erklärte, sie habe ihrem Mann zwar "immer von allem abgeraten", habe sich damit aber nicht durchsetzen können. "Ich hätte gern ein gemütliches Leben gehabt, und dass mein Mann mal mit mir verreist", sagte sie.

Wenn ihr Mann in seiner Eigenschaft als Finanzier des Fußballvereins TSG 1899 Hoffenheim öffentlich angegriffen werde, verkrafte sie das "nicht so gut", sagte sie weiter und fügte an: "Ich empfinde die Vorwürfe als zutiefst ungerecht. Die Beschimpfungen sind ja wirklich primitiv."

Ihr Mann räumte ein, dass die Finanzkrise natürlich auch ihn getroffen habe. Er verfolge nicht täglich den Kurs der SAP-Aktien, "aber 1,4 Milliarden Euro sind durch die Finanzkrise vorübergehend weg".

han/AP



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