Mills an McCartney "Entweder du heiratest mich - oder ich bin weg"

Der Ruf von Paul McCartneys Ex-Frau könnte ramponierter kaum sein: Heather Mills gilt als öffentlichkeitsverliebte Geschichtenerzählerin, die es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. Eine TV-Dokumentation schickte sich nun an, Fakten und Fiktion zu trennen - und machte alles nur noch schlimmer.

Hamburg - "Heather Mills: Was wirklich geschah" so der Titel der Sendung, die Dienstagabend vom britischen Sender Channel 4 ausgestrahlt wurde. In dem Programm kamen Freunde und Bekannte des Ex-Models und der hauptberuflichen Ex-Frau von Paul McCartney zu Wort. Die Dokumentation schickte sich an, Geschichten und Halbwahrheiten, die sich rund um das Leben der 40-Jährigen ranken, von den Tatsachen zu unterscheiden - so die Ankündigung des Senders.

Der Wahrheit auf die Spur kam Channel 4 unter anderem mit Hilfe von Denise Hewitt, Mills-Freundin und Ex-Prostituierte, die gemeinsam mit dem früheren Model in den achtziger Jahren für einen Eskortservice gearbeitet haben will. Gehalt für eine Nacht: 10.000 Pfund. Hewitt plauderte munter über die Anfänge der Beziehung zwischen Mills und McCartney und über Mills Entschlossenheit, den Sänger zu heiraten - je schneller, desto besser.

"Die Welt war unsere Auster"

Laut einem Bericht der "Daily Mail", die Auszüge der Sendung abgedruckt hat, habe Mills ihren Ex förmlich dazu gedrängt, ihr einen Antrag zu machen. "Sie sagte damals: 'Ich werde ihm ein Ultimatum stellen und wenn er mich dann in den nächsten acht oder zehn Monaten nicht heiraten will, dann verlasse ich ihn.'" Freimütig erzählte Hewitt auch über ihre gemeinsame Zeit beim Begleitservice: Sie und die vier Jahre jüngere Mills hätten für die "dicken Fische" gearbeitet und als Gegenleistung außer Geld auch viel teuren Schmuck geschenkt bekommen. "Die Welt lag uns zu Füßen. Wir haben es sehr genossen", so Hewitt.

"Keiner wusste damals, was wir gemacht haben und wir haben nicht damit gerechnet, dass es einmal rauskommen wird. Ich denke bis heute nicht, dass das schmutzig war. Wir haben viel erlebt, was wir kaum erlebt hätten, wenn wir das alles nicht gemacht hätten. Eine normale Frau bekommt nicht 10.000 Pfund pro Nacht. Die Menschen gehen abends aus und machen es, ohne Geld dafür zu bekommen. Und anschließend können sie sich nicht einmal daran erinnern, mit wem sie es gemacht haben", zitiert "Daily Mail" die 44-Jährige.

Aus dem Leben einer Geschichtenerzählerin

Hewitt berichtet demnach weiter, Mills habe bei Männern einen Stein im Brett, es falle ihr besonders leicht, sie um den Finger zu wickeln. "Sie verlieben sich unsterblich in sie und ich ziehe meinen Hut vor ihr, weil sie Menschen manipulieren kann, dann sind sie berauscht, verzaubert."

Mills selbst hat stets bestritten, vor ihrer Beziehung mit McCartney als Callgirl gearbeitet zu haben, ist aber nie rechtlich gegen die Anschuldigungen vorgegangen. Das Ansehen des Ex-Models ist im Vereinigten Königreich mehr als angeschlagen, seit sich Mills mit McCartney einen erbitterten Scheidungskrieg liefert, in dessen Verlauf immer mehr schmutzige Details und Anschuldigungen an die Öffentlichkeit gelangten.

Auch das Scheidungsverfahren selbst war kein Gewinn für Mills' Image: Der Richter bescheinigte ihr, eine "Geschichtenerzählerin" und "alles andere als aufrichtig" zu sein. Im Prozess wurden Mills 24 Millionen Pfund Abfindung zugesprochen.

Mills, die mit McCartney eine gemeinsame Tochter hat, plant Zeitungsberichten zufolge nach New York zu ziehen. Grund für die Emigration: In den USA seien die Reaktionen auf ihre Person "zu 99 Prozent positiv". Bei einem Auftritt in Las Vegas, wo sie in der Jury zur Wahl der "Miss Amerika" saß, musste sie allerdings zuletzt andere Erfahrungen machen: Das Publikum unterbrach sie mit Zwischenrufen.

han

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