Mira Sorvino über Vergewaltigung "Ich habe es nie öffentlich gesagt"

Sie ist eine Stimme der #MeToo-Bewegung: Mira Sorvino wirft Harvey Weinstein sexuelle Belästigung vor. Nun hat die Schauspielerin öffentlich gemacht, dass sie auch Opfer einer Vergewaltigung wurde.

Schauspielerin Mira Sorvino (bei der Oscar-Gala 2018)
REUTERS

Schauspielerin Mira Sorvino (bei der Oscar-Gala 2018)


US-Schauspielerin Mira Sorvino hat erstmals öffentlich darüber gesprochen, dass sie vergewaltigt wurde. Die 51-Jährige sagte auf einer Pressekonferenz in Albany im Bundesstaat New York, sie sei nach einem Rendezvous zum Sex gezwungen worden. Weitere Details und den Namen des Täters wolle sie aber nicht nennen.

"Ich habe es nie öffentlich gesagt und ich möchte auch nicht ins Detail gehen, denn es ist manchmal unmöglich, über so etwas zu sprechen", sagte Sorvino. Sie teile ihre Erfahrung nun aber, um anderen zu helfen. Denn es gebe viele Menschen, die die Unterstützung der Justiz benötigten. Sie bräuchten auch das Gefühl, sich Zeit nehmen zu können, um das Trauma und die Scham zu verarbeiten.

Die Schauspielerin ("Geliebte Aphrodite") war eine der ersten Frauen, die dem US-Filmproduzenten Harvey Weinstein sexuelle Belästigung vorwarfen. 1996 soll Weinstein sie in einem Hotelzimmer massiert und ihr hinterhergelaufen sein. Dem "New Yorker" sagte Sorvino, sie habe gesagt, es widerspreche ihrem Glauben, sich mit einem verheirateten Mann zu treffen. Nach einigen Wochen soll er in Sorvinos Wohnung aufgetaucht und wieder gegangen sein, als Sorvino sagte, ihr Freund sei ebenfalls auf dem Weg.

Sorvino kämpft seit einiger Zeit für strengere Gesetze gegen Sexualstraftaten. Zusammen mit der #MeToo-Bewegung "Time's Up" und New Yorks demokratischem Gouverneur Andrew Cuomo sprach sie sich auf der Pressekonferenz für längere Verjährungsfristen aus.

wit/dpa

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