Modesklaven Warum sich Frau Kardashian nicht bücken kann

Das versteht man wohl unter Ironie: Fernsehsternchen Kim Kardashian erschien bei der Präsentation einer Sportbekleidungskollektion. Sie selbst trug jedoch eine Robe, die sogar einfachste Bewegungsabläufe unmöglich machte.

AFP

Los Angeles - Der französische Modeschöpfer Paul Poiret sicherte sich ein warmes Plätzchen im Herzen mancher Feministin, weil er einst die Frau vom Korsett befreite.

Was nicht heißt, dass seitdem Frauen der Hang ausgetrieben wäre, sich so manch unsinnigem Designdiktat mit Freuden zu unterwerfen: Die Modesklavin schlüpft bereitwillig in turmhohe Pumps, zwängt sich in jede noch so eng geschnittene Jeans, zäumt sich mittels atem-raubender Korsage auf.

Das amerikanische Reality-TV-Sternchen Kim Kardashian lieferte nun ein besonders anschauliches Beispiel dafür, zu was eine Fashionista in dieser Hinsicht fähig ist.

Wie die "Daily Mail" berichtet, erschien die 29-Jährige in Los Angeles bei der Präsentation einer neuen Sportbekleidungskollektion. Sie trug zu diesem Anlass ein so enges, kurzes Kleid und so schwindelerregend hohe Absätze, dass es ihr unmöglich war, sich nach ihrer Clutchbag zu bücken, als ihr diese aus der Hand glitt - sie hätte ansonsten für die Fotografen ein zu lächerlichen Bild abgegeben.

Und so stand die junge Frau handlungsunfähig und leicht gekrümmt da, bis sich ein galanter Helfer fand, der ihr die Tasche aufhob.

Es scheint, als bleibe bei der Befreiung der Frau vom Modediktat noch einiges zu tun.

pad



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