MTV Europe Music Awards Glitzerunterhose, Aliens und ein Raumschiff

Miley Cyrus provozierte, Justin Timberlake ging leer aus, und Eminem war der Gewinner bei den MTV Europe Music Awards. Die Stars der Szene trafen sich in Amsterdam - und lieferten eine galaktische Show.

REUTERS

Amsterdam - Justin Bieber und Katy Perry sind bei den MTV Europe Music Awards (EMAs) als beste Künstler des Jahres ausgezeichnet worden. Doch mit zwei Preisen war US-Sänger Eminem der Gewinner der Gala in Amsterdam. Er wurde mit dem "Global Icon Award" geehrt und zum besten HipHop-Künstler 2013 gekürt. Mit nun 13 Trophäen ist Eminem der erfolgreichste Star in der 20-jährigen Geschichte der Preisverleihung.

Vor Tausenden jubelnder Fans hatte Miley Cyrus die Show unter dem Motto "Out of Space" eröffnet. In einem Astronautenanzug schwebte sie aus einem nachgebauten Raumschiff in den Ziggo Dome. Als sie den Preis für das beste Video entgegennahm, holte sie einen Joint aus ihrer Handtasche und zündete ihn an - offenbar in Kenntnis der liberalen Drogenpolitik in den Niederlanden.

Cyrus wurde für ihren umstrittenen Clip zum Song "Wrecking Ball" ausgezeichnet. In dem Video schwingt die Sängerin nackt auf einer Abrissbirne und leckt lasziv an einem Vorschlaghammer. Schon im August hatte die 20-Jährige mit einer Tanzeinlage bei den MTV Video Music Awards in New York für heftige Diskussionen gesorgt.

Glitzerunterhose und Mondmann-Anzug

Justin Bieber, von den Fans im vierten Jahr in Folge zum besten männlichen Künstler gewählt, war nicht nach Amsterdam gekommen. Dagegen dankte Katy Perry ihren Fans persönlich und sang ihren Hit "Unconditionally".

Die großen Favoriten gingen leer aus. Justin Timberlake etwa, der für fünf der insgesamt 17 Trophäen nominiert war. Auch Lady Gaga erhielt keinen Preis. Die US-Rapper Macklemore & Ryan Lewis, die ebenfalls fünf Mal nominiert waren, bekamen immerhin noch den EMA in der Kategorie "Best New".

Passend zum Motto der Show waren viele Fans und Stars in Glitzeranzügen erschienen. Begleitet von zahlreichen als Aliens ausstaffierten Statisten präsentierte der Sänger der US-Band LMFAO, Redfoo, die Show in stets wechselnden Outfits: Von der knappen Glitzerunterhose bis zum knallengen Mondmann-Anzug.

Es gab zahlreiche Live-Auftritte von Weltstars wie den Kings of Leon, Robin Thicke, The Killers und Bruno Mars. Dessen Hit "Locked out of Heaven" hatten Millionen Fans zum besten Song des Jahres gewählt.

Auch für Deutschland gab es einen Preis: Tokio Hotel erhielt einen EMA in der Kategorie "Biggest Fans". Der Preis für den besten "World Wide Act" ging an die chinesische Sängerin Chris Lee. Lena, die in dieser Kategorie auch nominiert war, hatte zuvor bereits den Preis "Best German Act" gewonnen.

wit/dpa/AFP



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