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Muhammad Ali: Karriere einer Legende

Foto: TIM SHAFFER/ REUTERS

Ehrung für Muhammad Ali Der Freiheitskämpfer

Er kämpfte für sich, aber auch für soziale Gerechtigkeit und gegen Diskriminierung: Muhammad Ali ist für sein soziales Engagement geehrt worden. Mit der Auszeichnung befindet sich der frühere Ausnahmeboxer in bester Gesellschaft.

Philadelphia - Sein Karriereende liegt mehr als 30 Jahre zurück, und noch immer zählt Muhammad Ali zu den bekanntesten Sportlern der Welt. Seine einzigartige Boxkarriere hat ihn berühmt gemacht - doch schon als aktiver Sportler zeigte er, dass er um seine Rolle außerhalb des Rings wusste. Dank seines Charismas und seiner Geradlinigkeit wurde er zur Ikone, vor allem für Afroamerikaner.

Auch nach seinem Rücktritt 1981 widmete sich Ali gemeinnützigen Zwecken, machte sich für Bürgerrechte und Religionsfreiheit stark. Für sein soziales Engagement hat der 70-Jährige nun mit der Freiheitsmedaille eine der höchsten zivilen Auszeichnungen der USA erhalten. Hunderte Personen, darunter viele Prominente, waren bei der Zeremonie im National Constitution Center von Philadelphia anwesend.

Bei der Übergabe in Philadelphia wirkte Ali von seiner Parkinson-Erkrankung deutlich geschwächt. Er selbst sprach nicht, stand aber auf, um die Medaille von seiner Tochter Laila Ali in Empfang zu nehmen. Dann winkte er dem Publikum zu. Seine Frau Lonnie Ali sagte, die Medaille ehre ihren Mann. Er habe oft gesagt, er sei doch nur für seine Überzeugungen eingestanden. Die Auszeichnung sei überwältigend.

Ali wurde als Cassius Clay geboren, konvertierte aber in den sechziger Jahren zum Islam und änderte seinen Namen in Muhammad Ali. Er weigerte sich wegen seines Glaubens, am Vietnam-Krieg teilzunehmen. "Ich habe keinen Streit mit den Vietcong", sagte er 1967 zu seiner Wehrdienstverweigerung, "kein Vietcong hat mich jemals Nigger genannt".

Für seine Überzeugung riskierte Ali seine Karriere. Am 28. April 1967 wurde er wegen Wehrdienstverweigerung zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, sein WM-Titel war weg. Er holte ihn sich erst 1974 zurück. Insgesamt war er dreimal Schwergewichtsweltmeister. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wählte ihn 1999 zum Sportler des Jahrhunderts.

Die Freiheitsmedaille wird jährlich verliehen und ist mit 100.000 Dollar dotiert. Sie wird an Personen vergeben, die mit Mut und Überzeugung danach streben, Menschen Freiheit zu bringen. Vor Ali wurden beispielsweise der Sänger Bono, der ehemalige südafrikanische Präsident Nelson Mandela, der frühere Uno-Generalsekretär Kofi Annan und der frühere US-Präsident Jimmy Carter ausgezeichnet.

ulz/AP
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