Neues Herrchen für Muick und Sandy Prinz Andrew übernimmt Corgis der Queen

Seine militärischen Dienstgrade und den Platz im britischen Königshaus hat er eingebüßt – um die Hunde darf er sich kümmern. Prinz Andrew soll nach dem Tod seiner Mutter die Pflege zweier Corgis übernehmen.
Prinz Andrew

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Foto: Owen Humphreys / AP / dpa

Der zweitälteste Queen-Sohn Prinz Andrew, 62, wird sich nach dem Tod seiner Mutter um die Pflege einiger ihrer Hunde kümmern. Muick und Sandy, zwei junge Corgis, sollen laut Berichten von BBC  und »Guardian«  in den Besitz des geschassten Prinzen übergehen. Andrew und seine Töchter hatten die Hunde der Queen im vergangenen Jahr als Geschenk überreicht, um sie nach dem Tod ihres Mannes, Prinz Phillip, aufzumuntern.

Die Queen war am vergangenen Donnerstag im Alter von 96 Jahren auf ihrem schottischen Landsitz Schloss Balmoral gestorben. Das Staatsbegräbnis ist für Montag, den 19. September, angesetzt.

Verwicklung in Missbrauchsskandal

Die Queen hatte Andrew Anfang des Jahres wegen dessen Verwicklung in den Missbrauchsskandal um den gestorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein alle militärischen Dienstgrade aberkannt. Seine offizielle Rolle als Repräsentant des Königshauses hatte er vorher schon eingebüßt. Eine US-Amerikanerin hatte den Prinzen wegen Missbrauchsvorwürfen in den USA verklagt. Sie warf ihm vor, sie als 17-Jährige mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Die Klage endete mit einem millionenschweren Vergleich. Trotzdem gilt eine Rückkehr Andrews in den engeren Kreis des Königshauses als unwahrscheinlich.

Andrew wird während der Trauerzeremonien einem Bericht zufolge deshalb nicht in militärischer Uniform auftreten. Das meldete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Palastkreise. Einzige Ausnahme sei als »besonderes Zeichen des Respekts« die letzte Totenwache für Königin Elizabeth II. in der Westminster Hall des Parlaments.

Überraschung beim Gedenkgottesdienst

Ende März hatte Andrew einen Schritt zurück in die Öffentlichkeit gewagt. Queen Elizabeth II. hatte ihn ausgewählt, um sie zum Gedenkgottesdienst für ihren im vergangenen Jahr im Alter von 99 Jahren gestorbenen Mann Prinz Philip in die Westminster Abbey zu begleiten. Die Wahl hatte viele Beobachter überrascht.

Bei großen Veranstaltungen zum 70. Thronjubiläum der Queen im Juni hatte Andrew dagegen nicht teilgenommen. So durfte er bei der großen Parade »Trooping the Colour« nicht mit der Königin auf dem Balkon des Buckingham-Palastes stehen. Die Teilnahme an einem Gottesdienst hatte er wegen einer Coronainfektion abgesagt.

Noch ist unklar, was mit den zwei anderen Hunden der verstorbenen Queen passiert, Lissy und Candy. Die Liebe der Queen zu ihren Hunden reicht bis in ihre Jugend zurück. Zu ihrem 18. Geburtstag bekam sie die Hündin Sandy geschenkt. Mehr als 30 weitere Hunde kamen im Laufe ihres Lebens dazu – die Mehrheit davon Corgis.

lmd/dpa
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