Nach Erpressungsskandal Kollegen machen sich über Letterman lustig

Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen - in der US-Unterhaltungsbranche gilt das doppelt. 24 Stunden, nachdem sich David Letterman in seiner Show als Erpressungsopfer geoutet hatte, zogen ihn seine Konkurrenten durch den Kakao.

REUTERS

Los Angeles - Es geschah in jüngster Zeit nur noch selten, dass Jay Leno gegen seinen Kollegen und Late-Show-Konkurrenten David Letterman punkten konnte.

Leno galt jahrzehntelang als Zugpferd des Senders NBC, hatte 1992 den legendären Johnny Carson abgelöst - der eigentlich Letterman als Nachfolger präferiert hätte.

Seit 1993 traten die Entertainer Leno und Letterman, letzterer für den Sender CBS, mit ihren Shows im Spätabendprogramm gegeneinander an - bei Kritikern gilt Letterman als der geistreichere, lässigere von beiden - als der bessere. Unlängst erhielt Leno eine neue Show auf früherem Sendeplatz - und vermochte bislang kaum zu überzeugen.

Als umso schöner mag es Leno deshalb empfunden haben, den Konkurrenten endlich zum Gegenstand seiner Frotzeleien machen zu können: Letterman ist in einen Erpressungsskandal verwickelt und trat in seiner Show die Flucht nach vorn an. Vor seinem Publikum räumte er ein, mehrfach Verhältnisse mit Mitarbeiterinnen gehabt zu haben und deswegen erpresst worden zu sein. Die Sendung wurde am Donnerstagabend in den USA ausgestrahlt.

Am Freitag nun empfing Jay Leno sein Publikum mit der Bemerkung: "Wenn Sie heute Abend hier sind, um Sex mit dem Moderator zu haben, sind Sie in der falschen Show."

Auch Lenos NBC-Kollege Jimmy Fallon ("Late Show") vermochte sich folgende Bemerkung nicht zu verkneifen: "Gerade ist ein neues Buch erschienen, "Warum Frauen Sex haben", 237 Gründe sind darin aufgelistet. Letterman kennt die Top Ten."

pad/AP



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