Kurzauftritt in Dresden Semperopernball muss Naomi Campbell keine Gage zahlen

Knapp 56.000 Euro verlangte eine Künstleragentur für den Auftritt von Naomi Campbell beim Dresdner Semperopernball. Zu Unrecht - wie nun der Bundesgerichtshof in letzter Instanz entschieden hat.

AFP

Supermodel Naomi Campbell bekommt für einen Kurzauftritt beim Dresdner Semperopernball 2015 keine Gage. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in letzter Instanz entschieden. Eine entsprechende Revision sei per Beschluss vom 31. Januar zurückgewiesen worden, sagte eine BGH-Sprecherin (Aktenzeichen: III ZR 146/18).

Bei dem Streit ging es um eine Zahlung von 55.930 Euro, die Campbells Künstleragentur für einen Auftritt beim Semperopernball im Jahr 2015 verlangt hatte. Das heute 48 Jahre alte britische Model hatte sich nur wenige Minuten auf dem Ball gezeigt, einen Orden entgegengenommen und war wieder verschwunden.

Ball-Impresario Hans-Joachim Frey gab damals an, das Engagement am Tag zuvor abgesagt zu haben. Campbells Agent vertrat jedoch die Auffassung, dass es einen mündlichen Vertrag gegeben habe - und zog vor Gericht. Mit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist ein Urteil des Dresdner Landgerichts rechtskräftig, das dem Semperopernball recht gab. Es könnten keine Rechtsmittel mehr eingelegt werden, hieß es.

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Naomi Campbell: Kein Geld für Kurzauftritt in Dresden

Der Campbell-Prozess sei das erste Gerichtsverfahren in der Geschichte des Semperopernballs gewesen, teilte der Ballverein mit. Der nächste Semperopernball wird am 7. Februar 2020 in Dresden gefeiert.

Im Video: Prinzessin für eine Nacht - Debütanten beim Semperopernball

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wit/dpa



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