US-Wahlkampf Neil Young verklagt Trump wegen Verwendung seiner Songs

Weil Donald Trump auf einer Veranstaltung die Songs "Rockin' in the Free World" und "Devil's Sidewalk" spielte, zieht Rockstar Neil Young gegen den US-Präsidenten vor Gericht. Dessen Kampagne hält er für "unamerikanisch".
Neil Young ist Anhänger der Demokraten - dass Trump seine Songs verwendet, stört ihn schon lange

Neil Young ist Anhänger der Demokraten - dass Trump seine Songs verwendet, stört ihn schon lange

Foto: Markus Schreiber/ AP

Der kanadische Rockstar Neil Young hat rechtliche Schritte gegen den US-Präsidenten Donald Trump eingeleitet. Die Klage richtet sich gegen die Verwendung seiner Songs bei Trump-Kundgebungen. Young schreibt unter anderem, er könne es nicht erlauben, dass seine Musik als "'Titelsong' für eine spalterische, unamerikanische Kampagne von Ignoranz und Hass" benutzt werde.

Der Musiker veröffentlichte die Klageschrift am Dienstag auf seiner Website "Neil Young Archives" . Sein Anwalt bestätigte der Nachrichtenseite "The Hill" , dass die Klage bei einem Bezirksgericht in New York eingereicht wurde.

Die Vorwürfe drehen sich um die nicht genehmigte Verwendung der Songs "Rockin' in the Free World" und "Devil's Sidewalk". Sie wurden etwa im Juni bei einer Trump-Kundgebung in Tulsa (Oklahoma) gespielt. Young verlangt unter anderem Schadensersatz.

Der kanadische Musiker, der auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt, ist ein überzeugter Demokrat. Schon 2015 hatte er sich beschwert, als Trump im Wahlkampf seine Songs verwendete.

Viele Musiker haben Probleme damit, dass Trump ihre Songs für Wahlkampfauftritte nutzt. So hatten etwa die Rolling Stones, Elton John, Ozzy Osbourne, Adele und zuletzt im Juni die Familie des 2017 gestorbenen Sängers Tom Petty den US-Präsidenten dafür kritisiert.

bah/dpa
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