Neue Bescheidenheit Karl Lagerfeld lebt "spartanisch" mit drei Bediensteten

Er beschränkt sich auf das für ihn Nötigste: Modeschöpfer Karl Lagerfeld ist in ein kleineres Haus gezogen und hat Personal entlassen. Nun dienen ihm nur noch Koch, Zimmermädchen und Chauffeur - die allerdings "rund um die Uhr".

Hamburg - Modeschöpfer Karl Lagerfeld hat sein Leben vereinfacht. "Ich bin innerhalb von Paris umgezogen in ein kleineres Haus", sagte Lagerfeld dem "Zeit-Magazin". "Ich habe keine Lust mehr auf so viel Personal."

Ganz ohne Bedienstete scheint es aber doch nicht zu gehen: "Zwingend bleiben Zimmermädchen, Chauffeur und Koch rund um die Uhr", sagte der Modeschöpfer. Außerdem habe er sich ein Haus im US-Bundesstaat Vermont gekauft.

Wenn Lagerfeld das Haus verlässt, wählt er als Auto laut "Zeit-Magazin" mit Vorliebe einen Hummer-Geländewagen, das größte Modell der Gattung, das die US-Streitkräfte auch bei Patrouillen im Irak einsetzen. "Ich habe drei davon. Zwei hier in Paris, einen in Monte Carlo. Ich will nicht auf derselben Höhe wie die anderen fahren. Der Hummer ist wie ein Panzer, er gibt mir ein Sicherheitsgefühl", sagte Lagerfeld.

Er selbst stuft sich als "von sehr puritanischer Natur" ein. "Ich erlaube mir nichts, gönne mir wenig. Ich könnte sehr spartanisch leben", sagte er.

Seine Branche, die Luxusindustrie, sei von der Finanzkrise wenig betroffen: "Zum Glück gibt es heute Vermögen auf der Welt, die es bei der Weltwirtschaftskrise von 1929 noch nicht gab - chinesische, indische, arabische, russische. Wenn die Krise vorbei ist, werden Europa und Amerika endgültig die schöne alte Welt sein, und die neue Welt wird repräsentiert von Indien, China und den Golfstaaten", so Lagerfeld.

bog/dpa/ddp/AP
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