Wahrzeichen im Hafen New Yorker Comedy-Stars kaufen Staten-Island-Fähre

57 Jahre alt, die Motoren laufen nicht, aber der Kahn hat Potenzial: Die Komiker Pete Davidson und Colin Jost wollen aus einer ehemaligen Fähre eine schwimmende Bühne machen – das war ihnen eine Stange Geld wert.
Ehemalige Staten-Island-Fähre »John F. Kennedy«

Ehemalige Staten-Island-Fähre »John F. Kennedy«

Foto: Seth Wenig / AP

Es ist nicht einfach ein schwimmender Untersatz, kein normales Schiff, und außerdem ganz schön ramponiert, wenn man den aktuellen Bildern glauben darf. Aber die US-Komiker Pete Davidson und Colin Jost, bekannt aus der Show »Saturday Night Live«, haben nicht weniger als ein New Yorker Wahrzeichen erstanden: Sie kauften zusammen mit weiteren Investoren eine 57 Jahre alte Fähre, die bis vergangenen August zwischen den Vierteln Manhattan und Staten Island verkehrte und nun von der Stadt versteigert wurde. Das berichtete am Wochenende der TV-Sender NBC , der »Saturday Night Live« ausstrahlt.

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Die ikonischen Staten-Island-Fähren bringen täglich Tausende New Yorker zur Arbeit. Sie sind aber auch bei Touristen beliebt, weil die Fahrt kostenlos ist und nah an der Freiheitsstatue vorbeiführt.

Das nun versteigerte Schiff trägt den Namen »John F. Kennedy«. Seine Motoren funktionieren nicht mehr, dennoch war es Davidson und Jost, beide auf Staten Island geboren, 280.100 Dollar – umgerechnet 247.000 Euro – wert. Die Comedy-Stars wollen die Fähre laut NBC in eine Bühne für Live-Unterhaltung verwandeln.

Der neue Bürgermeister New Yorks, Eric Adams, jubelte auf Twitter: »Ich finde diese Idee großartig! Was für ein großartiges Konzept, einer NYC-Ikone ein zweites Leben einzuhauchen. Sagt Bescheid, wie wir euch unterstützen können. Und wir kommen dann zur Jungfernfahrt!«

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Die »John F. Kennedy« wurde 1965 in Dienst gestellt, ist 84 Meter lang, 21 Meter breit und wiegt 2100 Tonnen. Geschwindigkeit: um die elf Knoten, also beschauliche 20 km/h. Die Fähre hatte Platz für 3500 Passagiere. Während ihre Schwesterschiffe allesamt schon in den frühen Nullerjahren ausgemustert wurden, kam die »John F. Kennedy« bis zuletzt zum Einsatz, wenn besonders viele Passagiere aufs Wasser wollten.

Die neuen Eigner haben nun zwei Wochen Zeit, um eine permanente Anlegestelle für das orangefarbene Schiff zu finden und es mit Schleppern dorthin ziehen zu lassen. Dann werden sie wohl noch ein paar Arbeitsstunden in die Sanierung des Kahns investieren müssen.

oka/dpa