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07. Mai 2013, 11:04 Uhr

Mit Lindsey Vonn beim "Met Ball"

Der Tiger feiert den Punk

Der "Met Ball" gilt als Party des Jahres, was sich auch anhand der Gästeliste ablesen lässt: Beyoncé, Gwyneth Paltrow, Madonna, Sarah Jessica Parker - zumeist in ausgefallenen Punk-Kostümen. Für Aufsehen sorgte aber vor allem ein prominentes Sportler-Paar.

New York - Da konnte sich Miley Cyrus mit ihrem Nackt-Effekt-Kleid noch so sehr bemühen, der Hingucker des Abends aus modischer Sicht war Sarah Jessica Parker. Mit schwarzer Irokesen-Bürste auf goldenem Hütchen, buntem Kleid und bis weit über die Knie gehenden rot-schwarz-karierten Stiefeln spazierte die US-Schauspielerin über den roten Teppich - das bei weitem auffälligsten Outfit des Abends. "Vogue"-Chefin Anna Wintour hatte wie jedes Jahr zum "Met Ball" in das berühmte Metropolitan Museum direkt am New Yorker Central Park geladen. Die Spendengala für das Kostüm-Institut des Museums gilt als Party des Jahres. Diesmal war das Motto Punk. "Ich wollte mich daran halten und es voll mitmachen", sagte Parker.

Obwohl ihr das glänzend gelang, musste sie sich einen großen Teil der öffentlichen Aufmerksamkeit mit einem prominenten Sportler-Paar teilen, das weitaus weniger spektakulär gekleidet war. Golf-Star Tiger Woods und Skirennläuferin Lindsey Vonn zeigten sich Arm in Arm - der erste gemeinsame derartige Auftritt des neuen Sport-Traumpaares. Vonn, die derzeit am Knie verletzt ist, trug ein langes cremefarbenes Kleid. Das Paar hatte seine Beziehung im März via Facebook bekanntgegeben.

Auch andere Stars hatten Probleme mit dem Punk-Motto - allen voran Gastgeberin Wintour selbst, die eine bodenlange Robe mit pinkweißem Blumenmuster und ihre übliche Helm-Frisur trug. "Ganz New York fragt sich seit Wochen, was um Himmels Willen man nur anziehen soll", sagte die "Vogue"-Chefin. "Ich habe mir sagen lassen, dass die Farbe des Punks Pink ist." Schauspielerin Gwyneth Paltrow erschien ebenfalls in bodenlangem Pink - nur greller und mit durchsichtigem Netz-Streifen oberhalb des Dekolletés.

Punk - das ist eigentlich Buntes, Zerfetztes, Dekonstruiertes und neu Zusammengesetztes mit viel Nieten und Stacheln. Für die meisten Stars nicht gerade ein Bild, das sie abgeben wollen. Manche Gäste wie Madonna und Cara Delevingne zeigten Mut zum unkonventionellen Auftritt. Sängerin Katy Perry kam in buntem Kleid mit goldenem Krönchen. Schauspielerin Cameron Diaz trug Stachelgürtel zur meerblauen Robe, Sienna Miller Nietenjäckchen und Katie Holmes ein weißes Kleid mit zerfetzter Schleppe. "Beinahe hätte ich mir ja einen Irokesenschnitt machen lassen, aber dann hab ich mich doch gedrückt", sagte Modell Karolina Kurkova im bunten Minikleid.

Wieder andere ignorierten das Motto der offiziell "Costume Institute Benefit Gala" genannten Fete gleich ganz und kamen einfach in schicken Edel-Roben, so wie Heidi Klum, Blake Lively, Kylie Minogue, Uma Thurman, Kate Upton, Kim Kardashian und Chelsea Clinton. "Ich hatte einfach nie eine Punk-Phase", sagte Schauspielerin Jennifer Lawrence im schwarzen ärmellosen Kleid. Jetzt hätte sie die Gelegenheit gehabt, das Versäumnis nachzuholen.

wit/dpa

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