Nicki Minaj vs. Miley Cyrus "Du solltest wissen wollen, was uns stört"

Nicki Minaj bleibt bei ihrer Kritik an Miley Cyrus: Die kopiere die schwarze Hip-Hop-Kultur. Aber Interesse für die Probleme schwarzer Frauen? Da sei bei Cyrus Fehlanzeige.

AFP

Bei den MTV Video Music Awards (VMA) Ende August hatte Rap-Superstar und Preisträgerin Nicki Minaj Moderatorin Miley Cyrus angegriffen. Nun legt Minaj nach: "Du zeigst dich in Videos mit schwarzen Männern, bringst schwarze Frauen auf deine Bühnen, aber du willst nicht wissen, wie schwarze Frauen über solch eine wichtige Sache denken?", fragte sie Cyrus in der neuen Ausgabe des "New York Times Magazine".

Wenn Cyrus an der Kultur der Schwarzen teilhaben wolle, solle sie sich auch für deren Anliegen interessieren: "Du solltest wissen wollen, was uns betrifft, was uns stört, was wir als unfair empfinden. Du solltest das nicht nicht wissen wollen."

Mit ihren Aussagen knüpft Minaj an ihre Beschwerden über die Nominierungen zu den Awards an. Sie hatte beklagt, dass Schwarze zwar die Popkultur beeinflussten, aber nur selten bei Preisverleihungen berücksichtigt würden - obwohl das Verhältnis bei den Nominierungen in der Kategorie "Video des Jahres" ausgeglichen war.

Cyrus hatte Minaj wiederum vorgeworfen, eingeschnappt gewesen zu sein, weil sie eben nicht zu den Kandidaten in dieser Kategorie gehörte. Der Ärger darüber sitzt bei Minaj offenbar immer noch tief.

"Die Tatsache, dass du über etwas verärgert bist, was schwarze Frauen betrifft, lässt mich denken, dass du ein paar 'Big Balls' hast", sagte sie an Cyrus gerichtet dem "NYT-Magazine". Cyrus solle nicht nur den schwarzen Lebensstil des Tanzens, Twerkens und Rappens teilen, wird die im Artikel als ausgebufft und imagebewusst dargestellte Minaj zitiert. Sie hatte für "Anaconda" den VMA für das beste Hip-Hop-Video erhalten.

Während die Rapperin ihren auf Twitter ausgetragenen Streit mit Taylor Swift ausgetragenen inzwischen beendet hat, will ihr das mit Miley Cyrus also nicht gelingen. Aus der "Minaj à trois" ist nach der Preisverleihung nun aber immerhin eine "Minaj à deux" geworden.

apr



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