Sarkasmus für Profis Nicki Minaj ist doch kein Romney-Fan

Ob sich die Republikaner über ihre Unterstützung gefreut hätten? In einem Lied hat Rapperin Nicki Minaj das liebste Wahlkampfthema des konservativen Mitt Romney thematisiert - nun aber klargestellt, dass sie pro Obama sei. Einer der daran nie gezweifelt hat, ist der US-Präsident selbst.

AFP

Hamburg - Als die Rapperin Nicki Minaj in dem Duett "Mercy" mit ihrem Kollegen Lil Wayne frei übersetzt verkündete: "Ich bin eine Republikanerin, die für Mitt Romney stimmt. Ihr faulen *unschönes Wort für Prostituierte* *verhunzt* unsere Wirtschaft", war die Verwunderung groß. Die 29-jährige HipHop-Größe, die sich mit Vorliebe in hautengen Outfits mit tiefem Dekolleté präsentiert, soll Werbung für den konservativen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney machen? Den Mann, den man sich nur schwer ohne Anzug vorstellen kann? Das passte nicht zusammen.

Nun hat sich das Missverständnis aufgeklärt: Minaj unterstützt nicht etwa Romney. Nein, das Lied war vielmehr Ausdruck kreativen Humors und Sarkasmus.

Einer der das von Anfang an erkannt hat, war US-Präsident Barack Obama selbst. In einem Radiointerview mit dem Sender Power 95,3 in Florida auf die Liedzeilen angesprochen, erklärte er: "Ich denke, sie hatte da ein Lied, einen Rap-Song, in dem sie das gesagt hat. Aber sie spielt gerne unterschiedliche Charaktere."

Dieses tiefe Verständnis für ihre Kunst dankte die Rapperin via Twitter: "Vielen Dank, dass Sie meinen kreativen Humor und Sarkasmus verstehen, Mr. President, die Schlauen tun das immer... schicke Liebe und Unterstützung." Und gleich hinterher schickte sie folgende Botschaft: "Wahnsinn! Jetzt kann ich meinen Enkelkindern erzählen, dass der erste schwarze Präsident der Vereinigten Staaten sich die Zeit für eine Nicki-Minaj-Frage genommen hat."

amp



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