Fotostrecke

Niki Lauda: Sechs Stunden Rehabilitation am Tag

Foto: LEONHARD FOEGER/ REUTERS

Niki Lauda über Lungentransplantation "Ich bin immer noch hier"

Niki Lauda hat sich nach seiner Lungentransplantation ausführlich in einem Interview geäußert. Die Zeit sei härter gewesen als sein Unfall auf dem Nürburgring 1976.

Anfang August bekam Niki Lauda eine Spender-Lunge. Wie schwer seine Krankheit für ihn war, hat der 69-Jährige nun in einem Interview mit "Gazzetta dello Sport " erzählt.

Die Zeit im Krankenhaus war offenbar härter als der Unfall auf dem Nürburgring 1976. "Damals lag ich nur einen Monat lang im Krankenhaus - oder ein wenig länger. Ja, ich hatte zwar Brandwunden, doch ich kam schnell davon weg", sagte Lauda. "Diesmal war es wirklich lang. Doch ich bin immer noch hier."

Er habe nicht um sein Leben gebangt. "Ich muss ehrlich sein: Nein, ich habe nie Angst gehabt. Denn ich war in den Händen von Fachleuten." Er habe sich ihnen anvertraut. "Ich wusste, dass es hart sein würde, sehr hart. In solchen Situationen kann man nur eins tun: kämpfen. Ich habe es jeden Augenblick getan und tue es noch."

Weihnachten verbring Lauda dem Bericht zufolge mit seiner Familie auf Ibiza. "Bis vor zwei Tagen lag ich noch im Krankenhaus. Dann habe ich die Erlaubnis erhalten, nach Hause zurückzukehren." Er sei nach Ibiza geflogen, wo er mit seiner "großen, lieben Familie" Weihnachten feiern werde.

Fotostrecke

Niki Lauda: Sechs Stunden Rehabilitation am Tag

Foto: LEONHARD FOEGER/ REUTERS

Auf der Mittelmeerinsel arbeitet Lauda auch weiter daran, gesund zu werden. Sechs Stunden am Tag müsse er sich einer Rehabilitation unterziehen. In einem Monat, habe man ihm gesagt, sei er wieder fit. "Ich will zurück zu meinem Alltag, ich werde die Rennen wie bisher verfolgen."

Der 69-Jährige hatte Anfang August eine Spender-Lunge erhalten, nachdem sich sein Zustand wegen einer Entzündung der Lungenbläschen dramatisch verschlechtert hatte. Das Immunsystem hatte begonnen, seine Lunge zu attackieren.

Laudas Lunge war bereits durch den schweren Unfall 1976 auf dem Nürburgring vorgeschädigt. Damals war sein Rennwagen in Brand geraten. Der Österreicher saß fast eine Minute lang in den Flammen und atmete giftige Dämpfe ein, bevor er gerettet wurde.

Trotz schwerster Verletzungen und Verbrennungen kehrte er nur 42 Tage später auf die Rennstrecke zurück. Seit dem Unglück leidet Lauda an diversen gesundheitlichen Problemen. So musste er sich 1997 und 2005 bereits zwei Nierentransplantationen unterziehen.

Lauda gewann die Formel-1-WM drei Mal. Er arbeitet unter anderem als Aufsichtsratschef des Formel-1-Teams von Mercedes und als Luftfahrtunternehmer.

jpz/sid

Mehr lesen über

Verwandte Artikel

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.