Nach Bankrotterklärung Djokovic bietet Boris Becker Hilfe an

"Er kann auf mich zählen": Novak Djokovic will für seinen früheren Trainer Boris Becker da sein. "Wir sind immer noch Freunde", sagte der Tennisprofi.

Novak Djokovic und Boris Becker (Foto von 2015)
AFP

Novak Djokovic und Boris Becker (Foto von 2015)


Novak Djokovic hat seinem anscheinend finanziell angeschlagenen Ex-Trainer Boris Becker seine Unterstützung zugesagt. "Als ich es hörte, bin ich sofort mit ihm in Kontakt getreten", sagte er der australischen Zeitung "Herald Sun": "Ich habe ihm gesagt, dass ich, wenn ich ihm irgendwie helfen kann, für ihn da sein werde. Er kann auf mich zählen."

Ein Londoner Konkursgericht hatte Becker vergangenen Mittwoch für bankrott erklärt. Die Richterin war nicht der Meinung, dass der 49-Jährige seit 2015 ausstehende Zahlungen an die Privatbankiers Arbuthnot Latham und Co. zeitnah begleichen könne.

Der Anwalt Beckers hatte vergeblich um einen Aufschub gebeten; innerhalb eines Monats könne sein Mandant die Summe zurückzahlen, indem er eine Immobilie auf Mallorca neu beleihe. Das hätte er sich früher überlegen müssen, antwortete die Richterin. Es geriet auch die unschmeichelhafte Beschreibung seines Anwalts in die Öffentlichkeit, Becker sei in finanziellen Angelegenheiten nicht gerade "sophisticated".

Der deutsche Anwalt Christian Schertz hatte nach Bekanntwerden der Sache mitgeteilt, das Verfahren betreffe "ein Darlehen, das Herr Becker binnen eines Monats in voller Höhe zurückgezahlt hätte". Becker habe die Mittel, die Schuld zu begleichen. Er sei nicht pleite und wolle die gerichtliche Verfügung umgehend aufheben lassen.

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Becker trainierte Djokovic von 2013 bis 2016. Der Serbe will sich nun mit seinem ehemaligen Mentor treffen. "Er sagte, dass all das nicht wahr sei, und die Medien überreagierten. Das ist alles, was ich weiß. Ich werde ihn jetzt in London sehen", sagte Djokovic mit Blick auf das bevorstehende Grand-Slam-Turnier in Wimbledon. Es beginnt am 3. Juli.

Ende 2016 hatten Djokovic und Becker ihre Zusammenarbeit nach sechs gemeinsamen Grand-Slam-Titeln beendet. "Wir sind immer noch Freunde. Obwohl wir nicht mehr miteinander arbeiten, tauschen wir uns noch sehr eng miteinander aus", sagte Djokovic. Zu den diesjährigen French Open hatte er André Agassi in sein Team aufgenommen. Mittlerweile ist die ehemalige Nummer eins auf Rang vier der Weltrangliste abgerutscht.

ulz/sid



insgesamt 18 Beiträge
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Seite 1
brotherandrew 27.06.2017
1. Dann ...
... hoffe ich mal für Djokovic, dass er nicht aus Freundschaft zu Boris sinnlos sein Geld verbrennt.
kopi4 27.06.2017
2.
Es gibt ja auch noch Ion Tiriac, auch dem dürfte die eine oder andere Million für seinen Ex-Klienten nicht weh tun.....
Bueckstueck 27.06.2017
3.
Schön, wenn die Schuldenwäsche öffentlich ausgebreitet wird... Kann er das nicht für sich behalten, wenn er helfen will? Mir käme es nicht in den Sinn einer Zeitung sowas zu erzählen, ich würde die Hilfe anbieten und gut ist.
tomymind 27.06.2017
4.
Zitat von kopi4Es gibt ja auch noch Ion Tiriac, auch dem dürfte die eine oder andere Million für seinen Ex-Klienten nicht weh tun.....
Warum sollte er? Er und der Trainer wurden doch von Boppele in die Wüste geschickt, da er doch der Allerhellste/Beste/Superste war. Dummheit zeigt sich wenn jemand, 3 Euro ausgibt obwohl er nur 3 cent einnimmt. Und nein er ist kein Held, und nein er hat nichts für Deutschland getan. Hört endlich mit diesem Blödsinn auf
clau-roth 27.06.2017
5. Boris schäm dich
wegen deiner Pleite. Ab in die Besenkammer für einige Zeit zum Nachdenken.
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