Öffentlicher Scheidungskrieg Mills verstrickt sich in Widersprüche

Prügel, Drohungen, Exzesse - Heather Mills fährt im schmutzigen Scheidungskrieg mit Noch-Ehemann Paul McCartney groß auf. Morgens habe er sie gezwungen, im Bett zu bleiben, bis er fertig war, behauptet sie in der Klageschrift ihrer Anwälte. In ihrem eigenen Buch jedoch liest sich das anders.


London - Mehrere britische Zeitungen zitieren heute aus einem kürzlich veröffentlichten Lebenshilfe-Buch, in dem die 38-jährige Heather Mills die Vorzüge des frühen Aufstehens beschreibt. In der Klageschrift ihrer Anwälte behauptet sie, dass Ex-Beatle Paul McCartney, 64, sie regelmäßig gezwungen habe, mit dem Aufstehen zu warten, bis er selbst soweit war.

In ihrem Buch "Life Balance", das fast zeitgleich mit der Trennung des prominenten Paares in diesem Frühsommer erschienen war, berichtet Mills, wie sie ihren Wecker eine halbe Stunde früher stellt, um "Zeit für sich" zu haben. Im Scheidungsverfahren behauptet sie nun, dass sie auf McCartneys Anweisung im Bett bleiben musste. Außerdem entdeckten die "Times" und andere Blätter ein früheres Interview, in dem Mills regelrecht davon schwärmte, wie sie von ihrem Mann jeden Morgen verwöhnt werde.

Andererseits hat Heather Mills angeblich Film- und Tonbeweise dafür, dass McCartney mehrfach gewalttätig wurde. Mills habe mit einer Videokamera Aufnahmen von einigen Auseinandersetzungen gemacht haben, berichtete die Zeitung "Daily Mail" heute unter Berufung auf eine nicht namentlich genannte Quelle. Zudem gebe es ein "tödliches Beweismittel" in Form einer Audio-Aufnahme, zitierte das Blatt einen angeblichen Mills-Vertrauten. Das Ex-Model wirft McCartney vor, mindestens vier Mal gewalttätig geworden zu sein. Der Musiker ließ die Vorwürfe über seine Anwälte zurückweisen, will sich aber erst vor Gericht im Detail äußern. Aus seiner Umgebung wird Mills als notorische Lügnerin dargestellt.

Das Paar hatte sich nach knapp vier Jahren im Mai getrennt. In dem Scheidungsverfahren geht es um das Milliardenvermögen McCartneys und das Sorgerecht für die gemeinsame Tochter Beatrice, 2.

ffr/dpa



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