Renée Zellweger Gesangsstunde im Stau

Für ihre Rolle in "Judy" hat Renée Zellweger einen Oscar als "Beste Hauptdarstellerin" erhalten. Offenbar bereitete sie sich auf den Film auf ziemlich unkonventionelle Art vor.
Renée Zellweger ist bei den Oscars für ihre Rolle in "Judy" ausgezeichnet worden

Renée Zellweger ist bei den Oscars für ihre Rolle in "Judy" ausgezeichnet worden

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JEAN-BAPTISTE LACROIX/ AFP

Allein im Auto singen - so kann man sich auf eine oscarwürdige Leistung vorbereiten. So jedenfalls machte es offenbar Renée Zellweger, die bei den Academy Awards für ihre Hauptrolle in "Judy" ausgezeichnet worden ist.

Denn für Zellweger waren Verkehrsstaus in Los Angeles bei den Dreharbeiten für den Film offenbar von Nutzen: Auf dem stark befahrenen Highway 405 habe sie über ein Jahr hinweg in ihrem Wagen immer gesungen, sagte die Schauspielerin kurz nach ihrem Oscar-Sieg backstage vor Journalisten.

"Das war jede Menge Training", witzelte Zellweger. In dem Film über die legendäre Show-Ikone Judy Garland (1922-1969) singt sie die berühmten Songs selbst. Das Drama zeichnet die letzten Monate im Leben der von Medikamenten und Alkohol gezeichneten Schauspielerin und Sängerin nach.

Den Erfolg des Films schreibt Zellweger aber nicht ihrem Training im Stau zu: Das Team um Regisseur Rupert Goold hätte sich darum bemüht, Garland und ihr Vermächtnis mit dem Film zu ehren. "Jeden Tag bei der Arbeit haben wir die Liebe für Frau Garland gespürt", sagte Zellweger.

In ihrer Dankesrede hatte Zellweger sich an die verstorbene Garland gerichtet, die nie einen Oscar gewann. "Obwohl Judy Garland diese Ehre zu ihrer Lebzeit nicht erhielt, bin ich sicher, dass dieser Moment die Wertschätzung ihres Vermächtnisses verlängert", sagte sie.

cop/dpa
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