Royale Ostern ohne Queen und Charles Die britische Königsfamilie feiert getrennt – an drei unterschiedlichen Orten

Wo die Royals den Ostersonntag verbringen, wie sie feiern, wen sie treffen – und was das über den Zustand der Familie aussagt.
Prinz William und Herzogin Kate mit ihren zwei Kindern am Ostersonntag

Prinz William und Herzogin Kate mit ihren zwei Kindern am Ostersonntag

Foto: Andrew Matthews / dpa

Die britischen Royals haben ihren traditionellen Ostergottesdienst in diesem Jahr ohne ihre prominentesten Vertreter feiern müssen. Queen Elizabeth II. hatte bereits vor einigen Tagen abgesagt, die fast 96-Jährige bleibt mittlerweile aus gesundheitlichen Gründen immer häufiger öffentlichen Anlässen fern. Die Queen ist auch Oberhaupt der Anglikanischen Kirche. Ihr Sohn Prinz Charles fehlte ebenfalls beim Ostergottesdienst, sodass Prinz William und Herzogin Kate die royalen Gäste anführten.

Farblich perfekt abgestimmt – ganz in Blau: Prinz William und Herzogin Kate mit ihren beiden Kindern vertreten die Queen und Prinz Charles beim offiziellen Ostergottesdienst

Farblich perfekt abgestimmt – ganz in Blau: Prinz William und Herzogin Kate mit ihren beiden Kindern vertreten die Queen und Prinz Charles beim offiziellen Ostergottesdienst

Foto: i Images / IMAGO

Dass die Royal Family ohne ihr Oberhaupt auskommen muss, soll Berichten zufolge künftig eher die Regel als die Ausnahme werden. Berater der Monarchin sollen nach einer neuen Strategie jeweils erst am Tag eines Anlasses bekannt geben, ob die Queen komme oder nicht, wie unter anderem der »Telegraph« berichtete. Damit will das Königshaus Enttäuschungen durch kurzfristige Absagen vermeiden, wie sie zuletzt häufiger vorkamen.

Kann nicht mehr an allen Feierlichkeiten teilnehmen: Die Queen ist mittlerweile 96 Jahre alt. Hier ist sie auf ihrem vorläufig letzten Besuch in der St. George-Kapelle an Ostersonntag im Jahr 2019 zu sehen.

Kann nicht mehr an allen Feierlichkeiten teilnehmen: Die Queen ist mittlerweile 96 Jahre alt. Hier ist sie auf ihrem vorläufig letzten Besuch in der St. George-Kapelle an Ostersonntag im Jahr 2019 zu sehen.

Foto: POOL / REUTERS

Erstmals brachten William und Kate zu Ostern auch ihre zwei ältesten Kinder – Prinz George und Prinzessin Charlotte – mit zu dem Gottesdienst in der St. George-Kapelle in Windsor.

Ein Fest und eine gespaltene Familie

Doch noch ein Teil der Familie fehlte mal wieder: Die britische Boulevardzeitung »Daily Mail« verfolgt jeden Schritt der Familie und titelte am Sonntagnachmittag, dass Prinz Harry und seine Frau Meghan Markle von fünf Bodyguards flankiert wurden, um an den Invictus Games in Den Haag teilzunehmen. Dabei seien sie von einem Netflix-Team gefilmt worden.

Ostersonntag von Harry und Meghan in Den Haag: Kontrastprogramm zu seinem großen Bruder

Ostersonntag von Harry und Meghan in Den Haag: Kontrastprogramm zu seinem großen Bruder

Foto: ANP / IMAGO

Der paralympische Wettbewerb für kriegsversehrte Sportler wurde von Prinz Harry initiiert und fand erstmals 2014 in London statt. Nach zweimaligem Aufschub finden die Spiele derzeit in Den Haag statt, im nächsten Jahr soll der Wettbewerb in Düsseldorf stattfinden.

Harry und Meghan schauten am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein mehreren Wettbewerben zu, beglückwünschten Athleten und tauschten sich mit Teilnehmern aus. Die bis zum 22. April angesetzten Invictus Games gelten als Herzensangelegenheit von Harry, die ihm auch nach seinem Rückzug von der britischen Krone wichtig seien.

Machen jetzt ihr eigenes Ding: Prinz Harry und seine Frau Meghan Markle

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Foto: Peter Dejong / dpa

Dass er nach dem Bruch mit dem Königshaus seine militärischen Titel abgeben musste, soll Prinz Harry Royal-Beobachtern zufolge geschmerzt haben. Nach seinem Dienst in Afghanistan hatte Harry der Nachrichtenagentur PA zufolge einmal zugegeben, sich als »Captain Wales« wohler zu fühlen als als Prinz. »Beim Militär ist es leicht zu vergessen, wer ich bin«, sagte er damals.

Zuvor hatten Prinz Harry und seine Frau Meghan am Gründonnerstag auch Windsor einen Kurzbesuch abgestattet. Doch zu einem Treffen zwischen den beiden Brüdern kam es trotzdem nicht. Die »Cambridges«, also Prinz William und Herzogin Kate, hatten den Besuch verpasst, da sie Berichten zufolge zu der Zeit im Urlaub waren. Williams und Harrys Verhältnis gilt nach wie vor als belastet.

sug/dpa-AFX