Pamela Anderson und der australische Regierungschef Die "schmutzige" Bemerkung des Premiers

Pamela Anderson setzt sich seit Monaten für Julian Assange ein. Der australische Premier ließ den Hollywoodstar jedoch abblitzen - mit einem Kommentar, der den "Baywatch"-Star geärgert hat.

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Pamela Anderson und Julian Assange haben eine besondere Beziehung. Das ist bekannt, seit der "Baywatch"-Star dem Wikileaks-Gründer einen öffentlichen Liebesbrief geschrieben hat. "Ich kann diesen Mann nicht vergessen", hieß es darin. Titel: "Warum mein Herz zu Julian steht".

Assange war 2012 in die ecuadorianische Botschaft in London geflohen, um einer Auslieferung an Schweden wegen Vergewaltigungsvorwürfen zu entgehen. Seitdem verharrt er dort. Zwar wurde die Klage in Schweden zu den Akten gelegt - doch juristische Konsequenzen drohen in den USA; in Großbritannien liegt ein Haftbefehl gegen ihn vor.

In Pamela Anderson hat der 47-Jährige eine prominente Fürsprecherin. Anfang November verteidigte sie Assange in einem Interview mit der australischen Sendung "60 Minutes". Australien ist die Heimat Assanges. "Gib Julian seinen Ausweis und bring ihn zurück nach Australien und sei stolz auf ihn, veranstalte eine Parade für ihn", sagte Anderson in der Sendung an den australischen Premier Scott Morrison gerichtet.

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Andersons Einsatz für Assange: Sonderbotschafter für Pamela?

Doch der Regierungschef erteilte ihr eine Abfuhr. Ein Journalist des australischen TV-Senders SBS verbreitete auf Twitter einen Mitschnitt einer Radiosendung. Auf die Frage, ob er eine Parade für Assange veranstalten wolle, sagte Morrison demnach "Nein", außerdem hört man ihn lachen. "Ich habe viele Kumpels, die mich gefragt haben, ob sie die Sache als Sonderbotschafter mit Pamela klären könnten."

Das konnte Anderson wiederum nicht so stehen lassen. In einem offenen Brief warf sie Morrison vor, über das Leiden eines Australiers gelacht und es trivialisiert zu haben. Er habe "schmutzige, unnötige" Kommentare über eine Frau abgegeben, die ihre politische Meinung ausdrücke.

Die australische Senatorin Kristina Keneally pflichtete Anderson bei. Sie twitterte, Männer sollten aufhören, die Sexualität und das Erscheinungsbild einer Frau zu nutzen, um ihre Argumente zu verunglimpfen.

jpz/AP

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