Gala in Marseille Pamela Anderson "wütend" über Spenden für Notre-Dame

Nachdem auf einer Gala in Marseille auch Spenden für den Wiederaufbau von Notre-Dame gesammelt wurden, hat sich Pamela Anderson empört. Lokale Projekte hätten das Geld nötiger.

Erwin Scheriau/ APA/ DPA

Pamela Anderson hat eine Spendengala für Kinder in Not verlassen, nachdem ein Teil des dort gesammelten Geldes für den Wiederaufbau der Pariser Kathedrale Notre-Dame bestimmt wurde.

"Die Kinder von Marseille hätten die 100.000 Euro sicher nötiger gehabt als die Kathedrale, für die mehrere Milliardäre über eine Milliarde Euro gespendet haben", schrieb der ehemalige "Baywatch"-Star in einer Twitter-Botschaft.

Anderson hatte mit ihrem Lebensgefährten, dem Fußballer Adil Rami, die jährliche Gala seines Klubs Olympique Marseille besucht. Eigentlich sei die Veranstaltung bedürftigen Kindern gewidmet gewesen. Der Präsident des Klubs, Frank McCourt, hatte nach dem Brand von Notre-Dame jedoch angekündigt, dass ein Teil der Spenden in den Wiederaufbau fließen solle.

Sie sei "wütend und enttäuscht" gewesen, schrieb die 51-Jährige in einem weiteren Tweet, der nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa inzwischen gelöscht wurde. Sie habe Rami demnach gefragt, ob sie gehen könnten - und sie hätten das schließlich auch getan. Die Stiftung des Klubs teilte später lediglich mit, dass bei der Gala am Dienstagabend insgesamt 439.760 Euro gesammelt worden seien.

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Pamela Anderson: Empörung über Notre-Dame-Spenden

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will Notre-Dame innerhalb von fünf Jahren wieder aufbauen lassen. Die Regierung will Ausnahmeregelungen einführen, um die Umsetzung der Arbeiten an Notre-Dame zu erleichtern. Der am Mittwoch dazu vorgestellte Gesetzentwurf würde es der Regierung ermöglichen, sich über bestimmte Vorschriften bei öffentlichen Aufträgen und Gesetzen zum Schutz von Kulturgütern hinwegzusetzen.

fek/AFP/dpa



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