Papst nimmt Priester mit Mitfahrgelegenheit im Papamobil

Per Anhalter über den Petersplatz: Papst Franziskus hat wieder einmal seine Spontaneität bewiesen. Als er in der Menge einen Priester aus seiner Heimat wiedererkannte, lud er den Freund kurzerhand zur Mitfahrt im Papamobil ein.

REUTERS/CTV

Rom - Eigentlich wollte Fabian Baez dem Papst nur aus der Ferne ein gutes neues Jahr wünschen: "Heiliger Vater, glückliches neues Jahr!", rief er zusammen mit Tausenden, die am Mittwoch auf dem Petersplatz bei der wöchentlichen Generalaudienz den Papst im Papamobil bejubelten. Doch Franziskus erkannte die Stimme in der Menge als die eines befreundeten Priesters aus seiner Zeit als Bischof in Buenos Aires. Er drehte sich um, erkannte ihn und bat den Fahrer, anzuhalten. Dann bedeutete er Fabian Baez, aus der Menge herauszutreten, zu ihm zu kommen und zu ihm ins Papamobil zu steigen, um ihn bei der restlichen Fahrt über den Petersplatz zu begleiten. Die Fahrt wurde auch auf Video festgehalten.

Die beiden umarmten sich, als Baez einstieg, und Franziskus sagte zu ihm: "Dieses Foto wird um die Welt gehen." Baez selbst sagte nach der Fahrt, er sei sehr überrascht über Franziskus' Einladung gewesen und sagte Reportern: "Ich fragte mich selbst: 'Was mache ich hier? Mamma mia!' Der Papst lachte nur und sagte: 'Komm, setz dich, setz dich!' Und er grüßte weiter die Menschen und küsste Babys. Ich war sehr bewegt."

Mit der Aktion zeigte der Papst einmal mehr, dass er den Menschen nahe sein will. Immer wieder überrascht er mit Aktionen wie Besuchen bei Obdachlosen und Anrufen bei Menschen, die ihm Briefe schrieben. Zuletzt hatte er spanische Nonnen mit einem Neujahrsgruß bedacht - weil sie nicht ans Telefon gingen, sprach er ihnen auf den Anrufbeantworter.

mia/AP/Reuters

insgesamt 13 Beiträge
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bernard_bs 09.01.2014
1. Kirche von oben..
.. wie ich sie bisher als Katholik - nicht praktizierend seit meiner Firmung(vor 30 Jahren) - noch nicht erfahren habe. Der erste Papst seit JAHRHUNDERTEN, der die Rolle des katholischen Kirchenoberhaupts auch glaubhaft in der realen Welt lebt. Eine äusserst angeneheme Überraschung, die ich nicht mehr erwartet habe. Wohltuend.
ausmisten 09.01.2014
2. Ist das suess
Man sollte Papst Franzi jetzt schon heilig sprechen . Zuvor auch noch die schweizer Garde ueber anzuegliche Angebote befragen . Verlogener Haufen hoch 20 ! Hoffentlich faellt darauf Niemand mehr herein .
gordinho-br 09.01.2014
3.
der Typ ist wirklich sympathisch! Er macht sich sicher ganz viele Feinde in dem mittelalterlichen Laden
biobayer 09.01.2014
4. Bescheidenheits-Show
"Franziskus sagte zu ihm: Dieses Foto wird um die Welt gehen." Zur Schau gestellte Bescheidenheit ist keine echte Bescheidenheit, sondern Demut-Stolz.
dadanchali 09.01.2014
5. Nee
Eure Geschichten über diesen überflüssigen Mann werden immer dümmer, banaler und lächerlicher. Was zahlt der Vatikan für solche Propaganda? Oder macht ihr das für das vage Versprechen ins Paradies zu kommen? Blöd nur dass das mit den Jungfrauen von den anderen Religionsspinnern besetzt ist.
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