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Papst nimmt Priester mit Mitfahrgelegenheit im Papamobil

Per Anhalter über den Petersplatz: Papst Franziskus hat wieder einmal seine Spontaneität bewiesen. Als er in der Menge einen Priester aus seiner Heimat wiedererkannte, lud er den Freund kurzerhand zur Mitfahrt im Papamobil ein.

Rom - Eigentlich wollte Fabian Baez dem Papst nur aus der Ferne ein gutes neues Jahr wünschen: "Heiliger Vater, glückliches neues Jahr!", rief er zusammen mit Tausenden, die am Mittwoch auf dem Petersplatz bei der wöchentlichen Generalaudienz den Papst im Papamobil bejubelten. Doch Franziskus erkannte die Stimme in der Menge als die eines befreundeten Priesters aus seiner Zeit als Bischof in Buenos Aires. Er drehte sich um, erkannte ihn und bat den Fahrer, anzuhalten. Dann bedeutete er Fabian Baez, aus der Menge herauszutreten, zu ihm zu kommen und zu ihm ins Papamobil zu steigen, um ihn bei der restlichen Fahrt über den Petersplatz zu begleiten. Die Fahrt wurde auch auf Video festgehalten.

Die beiden umarmten sich, als Baez einstieg, und Franziskus sagte zu ihm: "Dieses Foto wird um die Welt gehen." Baez selbst sagte nach der Fahrt, er sei sehr überrascht über Franziskus' Einladung gewesen und sagte Reportern: "Ich fragte mich selbst: 'Was mache ich hier? Mamma mia!' Der Papst lachte nur und sagte: 'Komm, setz dich, setz dich!' Und er grüßte weiter die Menschen und küsste Babys. Ich war sehr bewegt."

Mit der Aktion zeigte der Papst einmal mehr, dass er den Menschen nahe sein will. Immer wieder überrascht er mit Aktionen wie Besuchen bei Obdachlosen und Anrufen bei Menschen, die ihm Briefe schrieben. Zuletzt hatte er spanische Nonnen mit einem Neujahrsgruß bedacht - weil sie nicht ans Telefon gingen, sprach er ihnen auf den Anrufbeantworter.

mia/AP/Reuters
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