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Zwei sehr unterschiedliche Leben: Hier der Papst, dort Martin Scorsese

Foto: Osservatore Romano/ dpa

Papst Franziskus und Martin Scorsese Ein Drama für Rom

Immer wieder empfängt Papst Franziskus Personen der Zeitgeschichte. Die Privataudienz mit Martin Scorsese war aber etwas ganz Besonderes. Das liegt an der Vergangenheit des Starregisseurs.

Martin Scorsese ist alles andere als ein Laie, was die Kirche angeht. In seiner Jugend war er Messdiener, später drehte er einen blasphemischen Christus-Film - und nun wurde er von Papst Franziskus in Rom empfangen.

Anlass war der neue Film "Silence" des Starregisseurs. Das Drama handelt von der Verfolgung jesuitischer Missionspriester in Japan im 17. Jahrhundert. Bevor der Film Anfang März kommenden Jahres in die Kinos kommt, durften jetzt schon 300 Mitglieder des Jesuiten-Ordens das Werk begutachten. Deshalb war Scorsese in Rom - und erhielt eine 15-minütige Privataudienz.

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Dabei habe der Papst erzählt, den Roman "Silence" aus dem Jahr 1966, auf dem der Film basiert, gelesen zu haben, so Scorsese später. Der 74-jährige Oscar-Preisträger war mit seiner Frau und zwei Töchtern in den Apostolischen Palast gekommen. Ob der Papst, der Jesuit ist, den Film ebenfalls vorab anschaut, ist unklar.

Der US-Amerikaner Scorsese ist Sohn sizilianischer Einwanderer. Sein Film "Die letzte Versuchung Christi" von 1988 war kritisiert worden, weil der Filmemacher darin mit einigen Tabus brach: Er zeigte Jesus, der davon träumt, wie er mit Maria Magdalena hätte glücklich werden können. Konservative Christen hatten damals zum Boykott des Films aufgerufen.

msc/dpa/Reuters