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Vatikan Papst Franziskus will Mutter Teresa heiligsprechen

Zu Lebzeiten erhielt sie den Friedensnobelpreis, nun folgt die höchste Ehre innerhalb der katholischen Kirche: Papst Franziskus hat beschlossen, Mutter Teresa heiligzusprechen - auch wegen der Heilung eines Todkranken.
Indische Nonne vor Mutter-Teresa-Bild: Aufnahme in den Kreis der Heiligen

Indische Nonne vor Mutter-Teresa-Bild: Aufnahme in den Kreis der Heiligen

Foto: DIBYANGSHU SARKAR/ AFP

Sie widmete ihr Leben dem Elend der Massen, nun soll Mutter Teresa offiziell heiliggesprochen werden: Das hat Papst Franziskus entschieden, wie der Vatikan am Freitagmorgen bestätigte. Laut der katholischen Zeitung "Avvenire"  erkannte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Donnerstag, seinem 79. Geburtstag, ein der Nonne zugeschriebenes Wunder offiziell an - und ermöglichte so die Heiligsprechung.

Die offizielle Zeremonie werde höchstwahrscheinlich für den 4. September kommenden Jahres geplant, schreibt die italienische Zeitung "La Repubblica" . Mutter Teresa würde dann im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit heiliggesprochen werden, das Papst Franziskus Anfang Dezember eröffnet hatte.

Für eine Heiligsprechung muss in der katholischen Kirche ein Wunder bewiesen sein, wenn die jeweilige Person nicht für ihren Glauben als Märtyrer gestorben ist. Im Fall von Mutter Teresa soll es sich dabei um die medizinisch unerklärliche Heilung eines Mannes handeln, der acht Tumore im Gehirn hatte. Angehörige des Mannes sollen Mutter Teresa laut "Avvenire" im Gebet um Hilfe gebeten haben, woraufhin der Kranke genesen sei.

Die aus dem heutigen Mazedonien stammende Ordensfrau albanischer Herkunft hatte sich jahrzehntelang für Arme, Obdachlose, Kranke und Sterbende eingesetzt. Für ihr Engagement erhielt Mutter Teresa 1979 den Friedensnobelpreis. Der inzwischen selbst heiliggesprochene Papst Johannes Paul II. sprach die 1997 gestorbene Nonne selig, in der katholischen Kirche wird sie schon seit Langem wie eine Heilige verehrt.

mxw