Paris Hilton auf freiem Fuß Ein Friseur, ein Friseur!

Ein neues Leben wollte sie beginnen, sich mildtätigen Werken widmen. Doch am Tag nach ihrer Freilassung aus dem Knast setzte Paris Hilton andere Prioritäten. Sie bestellte Friseur und Makeup-Artist zu sich nach Hause.


Los Angeles - Die Zufahrt zum Anwesen der Familie Hilton in Bel Air, wo die blonde Millionärin sich nach ihrer Entlassung aus dem Frauengefängnis Lynwood nach 23 Tagen Haft aufhält, gleicht einer Zirkus-Szenerie. Eine Heerschar Journalisten campiert vor der Villa und protokolliert pflichtgetreu, wer das Haus verlässt oder betritt, welche Lieferanten welche Produkte bringen.

Optisches Highlight für die das Hilton-Anwesen belagernden Reporter war die Zustellung einer pinkfarbigen Torte mit der Aufschrift "Willkommen daheim". Die Teigware war zudem mit bunten Ballons geschmückt.

Eine Schnellimbiss-Kette versuchte die mediale Aufmerksamkeit zu nutzen und stellte ihre Ware gleich tütenweise zu - der Markenname war gut sichtbar zu lesen. Doch per Gegensprechanlage wurden die Boten lediglich aufgefordert, das Essen an die Journalisten und Polizisten vorm Haus zu verteilen.

Vorgelassen wurden dagegen Hiltons Friseur, der den Auftrag erhalten hatte, dem Society-Girl neue Extensions ins Haar zu fabrizieren. Ebenfalls empfangen wurde eine Kosmetikerin, die mit einem Einkaufswagen voller Produkte anrückte. Das Trio wurde komplettiert von einem Stylisten, der mit mehreren mit Designer-Labeln bedruckten Taschen anrückte.

Offenbar bereitet sich Hilton auf ihren TV-Auftritt bei US-Talker Larry King vor, in dessen Sendung sie am Mittwochabend erstmals vor laufender Kamera Auskunft über ihren Gefängnis-Aufenthalt geben wird.

Sheriff Lee Baca, der Hilton unmittelbar nach Beginn ihrer Haftstrafe wieder auf freien Fuß gelassen hatte, begründete unterdessen nochmals, was ihn zu seiner Entscheidung, die wenig später revidiert wurde, bewogen habe. "Was ist denn wichtiger", sagte Baca, "dass man eine Haftstrafe wegen Fahrens ohne Führerschein absitzt oder dass ein Mensch vielleicht sein Leben verliert?" Seiner Einschätzung nach sei Hilton damals selbstmordgefährdet gewesen. Es sei für die Behörden nicht ersichtlich gewesen, wie man Hiltons Zustand medikamentös hätte verbessern können.

pad/AP/REUTERS



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