Paris Hilton Erst Party, dann in den Knast

Seit ihrer Verurteilung soll Paris Hilton traumatisiert sein, heißt es. Dieses Trauma scheint sich in Luft aufgelöst zu haben: Die 26-Jährige hat sich entschieden, die letzten Tage in Freiheit in gewohnter Party-Manier zu genießen.


Los Angeles - Gestern Abend erschien Paris Hilton bei der Gala-Veranstaltung zur Vergabe der MTV Movie Awards in Los Angeles und genoss sichtlich das Blitzlichtgewitter auf dem roten Teppich. "Ich hab' schon ein bisschen Angst, aber ich fühle mich stark", sagte die Hotelerbin. "Ich bin bereit, meine Strafe abzubüßen." "Ich werde meine Zeit absitzen, und ich werde das auf die richtige Weise machen", fügte sie hinzu. Angehörige, Freunde sowie Tausende Fans mit ihren Briefen hätten ihr Mut gemacht und geholfen.

Bis spätestens morgen um 23.59 Uhr muss sich die Hotelerbin im Frauengefängnis der kalifornischen Kleinstadt Lynwood melden, nachdem sie wegen verschiedener Verkehrssünden zu 45 Tagen Haft verurteilt wurde. Bei guter Führung muss sie allerdings nur 23 Tage einsitzen.

Die 26-Jährige wird in einem Sondertrakt des Gefängnisses untergebracht, der für Häftlinge reserviert ist, die vor anderen Insassen geschützt werden müssen. Das sind meistens Polizisten, ranghohe Beamte oder eben Prominente wie Paris Hilton. Ihre Zelle muss sie aber möglicherweise mit einer anderen Frau teilen.

Wenn man ihren Betreuern glauben will, schlottern der luxusgewohnten Hilton schon mächtig die Knie: Die Aussicht auf das Leben hinter Gittern traumatisiere seine Patientin, sagte ihr Psychiater Charles Sophy nach einem Pressebericht bei einer Aussage vor Gericht. Sie habe "panische Angst".

Ein zivilrechtlicher Verleumdungsprozess gegen Hilton wurde nach dieser Bitte um Verständnis für die "labile" Patientin von Mai auf August verschoben. In einem kurzen Video von TMZ.com sagte Mutter Kathy Hilton, ihre Tochter verbringe ihre Zeit jetzt mit "Beten und Vorbereiten".

Eine Atempause bei der Paparazzi-Verfolgung sollte sie dabei in ihre Gebete gleich mit einschließen. Die spekulieren nämlich schon, was wohl ein Foto der jungen Dame im Drillich wert sein könnte. "Die Leute werden mit allen Mitteln versuchen, an eine Aufnahme heranzukommen: Paris in Embryo-Haltung bringt sicherlich 200.000 Dollar - wenn sie dazu noch ein paar Tränen vergießt, ist das 500.000 Dollar wert", schätzt Frank Griffin, Mitinhaber der Fotoagentur Bauer-Griffin.

jjc/AP/AFP/dpa



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