Gascoigne zurück in England "Ich war tot"

Paul Gascoigne ist von seiner Alkohol-Entziehungskur in den USA nach England zurückgekehrt. Seine Erfahrungen in der Klinik beschreibt der abgestürzte Ex-Fußballer in drastischen Worten: "Ich war ein totales Wrack".

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London - Wie schlimm es um Paul Gascoigne stand, konnte zuletzt jeder mitbekommen: Auf einer Charity-Veranstaltung machte der alkoholkranke Ex-Fußballer einen derart fertigen Eindruck, dass ein paar wohlhabende Freunde ihm umgehend eine Entgiftung im US-Bundesstaat Arizona bezahlten.

Nun ist Gascoigne in seine Heimat England zurückgekehrt - und hat der "Sun" sogleich einen schaurigen Einblick in seinen Entzug gegeben. Demnach rang er mit dem Tod: "Drei Ärzte dachten, dass ich es nicht schaffe", sagte der 45-Jährige.

Nur kurz nach seiner Ankunft in Arizona musste Gascoigne auf die Intensivstation verlegt werden, weil die Entgiftung - so wie es für schwere Alkoholiker typisch ist - seinen Körper stark belastete. "Ich habe das durchgemacht, den Tod. Ich war tot", sagte der frühere Nationalspieler. Die Mediziner hätten gesagt, seine Entgiftung sei die schlimmste gewesen, die sie je begleitet hätten, so "Gazza".

Seine Lektion will er nun gelernt haben: "Ich dachte, ich sei dabei, mich zu verabschieden. Ich sah wie eine Leiche aus. Ich war ein totales Wrack. Das muss eine Inspiration sein, dass mir das nie wieder passiert."

hut/dpa



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tutmosis 10.03.2013
1. Alles Gute, Gazza!
Zitat von sysopGetty ImagesPaul Gascoigne ist von seiner Alkohol-Entziehungskur in den USA nach England zurückgekehrt. Seine Erfahrungen in der Klinik beschreibt der abgestürzte Ex-Fußballer in drastischen Worten: "Ich war ein totales Wrack". http://www.spiegel.de/panorama/leute/paul-gascoigne-nach-entzug-zurueck-in-a-887921.html
Über eine Genesung Gascoignes würde ich mich sehr freuen. Er gäbe dann nicht nur ein abschreckendes, sondern zugleich ein motivierendes Beispiel ab. Hoffentlich ist das Schicksal ihm in dieser Hinsicht gewogener als dem großen Harald Juhnke. Grüße, tutmosis
spon-1186925016406 10.03.2013
2. wie immer
Das sind die typischen Alki-Sprüche nach einer Therapie. "Ich war ein totales Wrack". Er *ist* ein totales Wrack, auch wenn er entgiftet sein sollte. Solange er das nicht kapiert. wird's nichts. Ich sehe schwarz für ihn.
Lunatic206 10.03.2013
3. Glückwunsch, Paul!
Er hat mich als damals Jugendlichen sehr beeindruckt mit seiner Power und Härte im Fußball. Wenn er diese Härte jetzt im Privaten zurück erlangt würde mich das sehr freuen!
Grafsteiner 10.03.2013
4.
Was heisst hier "war"? Man muss sich nur das Bild mal angucken. Der ist doch fertig. Sollte mal wieder Sport treiben. Circuit-Training, jeden Tag 20 Minuten und 10 Minuten Höhensonne. Dann könnte er sich auch nach 2 Monaten wieder in der Öffentlichkeit präsentieren. Aber dazu gehört eine Selbstdisziplin, die ein Säufer nie aufbringt.
AllesAufAnfang 10.03.2013
5. Es geht gar nicht darum, ob er ein Wrack war oder noch ist.
Zitat von spon-1186925016406Das sind die typischen Alki-Sprüche nach einer Therapie. "Ich war ein totales Wrack". Er *ist* ein totales Wrack, auch wenn er entgiftet sein sollte. Solange er das nicht kapiert. wird's nichts. Ich sehe schwarz für ihn.
Im übrigen sehe ich genauso schwarz für ihn wie Sie es tun. Das schlimme ist, das er auch jetzt noch alles irgendwie toppen muss. Er hat es viel schlimmer als Andere gehabt, gleich 3 Ärzte hatten ihn angeblich abgeschrieben. Na klar, einer wäre für sein dämliches Ego auch zuwenig gewesen. Man erkennt an alledem, dass es ihm an Demut fehlt. Er braucht nicht die Wahrnehmung, er sei stärker als der Alkohol. Im Gegenteil. Er muss erkennen, dass er diesem Stoff gegenüber in einer sehr schwachen Position ist. Wenn er dies anerkennt und sein Leiden im Entzug als etwas völlig normales begreift, könnte es vielleicht etwas werden. Wir werden wohl noch einige traurige Nachrichten von ihm lesen müssen. Nach unten ist noch etwas Luft.
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