People's Choice Awards Moment der Hudson-Schwestern

Mehr als 700 Millionen Stimmen wurden abgegeben, fast 60 Preise gab es zu gewinnen: Bei den People's Choice Awards in Los Angeles triumphierten unter anderem Sandra Bullock, Justin Timberlake und Britney Spears. Doch der eigentliche Höhepunkt wurde nicht vom Publikum bestimmt.

REUTERS

Los Angeles - Über mangelnde Auswahl kann man sich nun wirklich nicht beschweren. In fast 60 Kategorien wurden die "People's Choice Awards" in diesem Jahr verliehen, es gab sogar Preise für TV-Formate, die es gar nicht mehr gibt. Der Preis für die "Serie, die wir am meisten vermissen", ging an "Breaking Bad", die brillante Erzählung über die Wandlung des Chemielehrers Walter White (Bryan Cranston) zum gewissenlosen Drogenbaron.

Was die Anzahl der Kategorien über die Wertigkeit einzelner Preise aussagt, sei an dieser Stelle einmal dahingestellt. Schauspielerin Sandra Bullock konnte sich bei der Publikumswahl jedenfalls auf ihre Fans verlassen und gewann vier Trophäen. Die 49-Jährige wurde in den Sparten beste Schauspielerin, beste Komödien- und beste Dramadarstellerin sowie für ihre Astronauten-Rolle in "Gravity" zusammen mit Co-Star George Clooney als bestes "Movie-Duo" ausgezeichnet.

Justin Timberlake gewann Preise als bester männlicher Künstler, R&B-Musiker und für das beste Album ("The 20/20 Experience"). In der Wahl zum besten Pop-Künstler unterlag er seiner Ex-Freundin Britney Spears, die wiederum in der Kategorie beste weibliche Künstlerin das Nachsehen gegen Demi Lovato hatte.

Die Gewinner in den Sparten Film, Fernsehen und Musik werden im Internet von Fans gewählt. Den Veranstaltern zufolge gab es insgesamt mehr als 700 Millionen Stimmen.

Unter den Dutzenden Kategorien stach eine dennoch ein wenig heraus: Jennifer Hudson wurde für eine Stiftung ausgezeichnet, die sie nach einer Familientragödie gemeinsam mit ihrer Schwester Julia ins Leben gerufen hatte. Im vergangenen Jahr war Julias Mann William B. für den Mord an ihrem gemeinsam Sohn sowie den Großeltern schuldig gesprochen worden. "Es ist eine Sache, berühmt und einflussreich zu sein", sagte Hudson. "Aber das bedeutet gar nichts, wenn man niemandem hilft."

hut/dpa/Reuters



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