Umstrittener Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann entschuldigt sich nach Abtreibungsaussage bei seiner Tochter

Er habe die Abtreibung gewollt – und seine Lebensgefährtin nur geheiratet, weil sie schwanger war: Nach diesen Aussagen vor Gericht zeigt sich Frankfurts Oberbürgermeister Feldmann nun reumütig.
Peter Feldmann: »So hätte ich es sagen müssen«

Peter Feldmann: »So hätte ich es sagen müssen«

Foto: POOL / REUTERS

Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) steht in Frankfurt wegen Korruptionsverdachts vor Gericht. Im Prozess hatte sich der Politiker am Donnerstag zu seiner Familie geäußert. Sein Anwalt verlas eine Erklärung, in der es auch um die Beziehung zu seiner Frau ging – der Mutter seiner heute sechsjährigen Tochter.

Die Heirat sei erfolgt, weil seine Lebensgefährtin schwanger geworden sei. Er habe eine Abtreibung gewollt, sich damit aber nicht durchsetzen können, hieß es. Nun hat sich Feldmann auf Facebook  dafür bei seiner Tochter entschuldigt.

»Ich liebe Dich - und habe nicht einen Tag bereut, mich in einer schwierigen Lebenssituation für Dich und für meine Verantwortung als Vater entschieden zu haben«, schrieb Feldmann. »So hätte ich es sagen müssen«, fügte der OB hinzu.

Die Reaktionen der User waren offenbar so heftig, dass die Kommentarfunktion eingeschränkt wurde, wie »Bild« berichtet.

Die Staatsanwaltschaft wirft Feldmann vor, von der Awo Vorteile angenommen zu haben und im Gegenzug bereit gewesen zu sein, sich in seinem Amt als Oberbürgermeister für Belange des Sozialverbands einzusetzen. Unter anderem geht es dabei um den Leitungsposten in einer Awo-Kita, den seine damalige Lebensgefährtin zu einem überhöhten Gehalt und trotz fehlender Führungserfahrung erhalten hatte. Das Paar lebt zurzeit in Scheidung.

Feldmann hat die gegen ihn vor Gericht erhobenen Vorwürfe am Donnerstag erneut zurückgewiesen.

kha/dpa

Mehr lesen über

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.