Geschasster britischer Moderator Meghan beschwerte sich offenbar persönlich über Piers Morgan

Seine abfälligen Äußerungen zum Interview von Meghan kosteten Piers Morgan den Job. Auch die Herzogin soll sich über den britischen Moderator beschwert haben. Der zeigt weiterhin keine Reue.
Moderator Morgan: »Ich sterbe gern auf dem Hügel der Redefreiheit« (Archivbild)

Moderator Morgan: »Ich sterbe gern auf dem Hügel der Redefreiheit« (Archivbild)

Foto: ANDREW BURTON/ REUTERS

Rund drei Tage nach der ersten Ausstrahlung sorgt das Interview der US-Talkmasterin Oprah Winfrey mit Herzogin Meghan und Prinz Harry in Großbritannien noch immer für Aufregung. Im Fokus stehen derzeit weniger Meghans Schilderungen von eigenen Suizidgedanken und von Rassismus im britischen Königshaus . Es geht vielmehr um das Verhalten des britischen Moderators Piers Morgan.

Morgan hatte die Herzogin nach dem Interview der Lüge bezichtigt und sich damit zehntausende Beschwerden bei der britischen Medienaufsicht Ofcom eingehandelt. Laut übereinstimmenden Berichten reichte auch Meghan selbst ein Beschwerdeschreiben ein.

DER SPIEGEL

Diese habe thematisiert, wie Morgans Reaktion auf Meghans Äußerungen über Suizidgedanken sich auf Menschen mit psychischen Problemen auswirken könne, berichtete die Nachrichtenagentur PA. Um seine Reaktion auf Meghans Rassismus-Vorwürfe gegen den Palast sei es nicht gegangen. Zuerst hatte der »Telegraph« über Meghans Beschwerde berichtet.

Als Konsequenz auf die mehr als 41.000 Beschwerden, die bei der Ofcom binnen nicht einmal 24 Stunden eingegangen waren, hatte Morgan am Dienstagabend bereits seinen Moderatorenjob in der Sendung »Good Morning Britain« verloren.

Morgan hatte Meghans Äußerungen angezweifelt, sie habe während ihrer ersten Schwangerschaft Suizidgedanken gehabt: »Es tut mir leid, ich glaube kein einziges Wort von dem, was sie sagt.« Er würde ihr »nicht einmal glauben, wenn sie mir die Wettervorhersage vorlesen würde«, so der Moderator. Bereits in der laufenden Sendung hatten die Äußerungen zu einem Eklat geführt; Morgan hatte die Sendung dann bei laufender Kamera verlassen.

Morgan will Äußerungen nicht zurücknehmen

Morgan teilte derweil auf Twitter mit, er stehe zu seinen Äußerungen. Er habe Zeit gehabt, über seine Äußerungen nachzudenken, glaube Meghans Äußerungen aber weiterhin nicht, so der Moderator. »Die Redefreiheit ist ein Hügel, auf dem ich gern sterbe«, schrieb Morgan und bedankte sich für all die »Liebe und den Hass«.

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Die Aufregung um seine Worte deutet er offenbar als Erfolg. Wenige Stunden später schrieb er, ebenfalls auf Twitter, »Good Morning Britain« habe die Einschaltquoten der Konkurrenzsendung der BBC am Dienstag zum ersten Mal übertroffen: »Meine Arbeit ist gemacht.«

fek/dpa/AFP