US-Sängerin Pink Was heißt hier männlich

Die Tochter von Pink ist sechs Jahre alt - und sagte jüngst, sie fühle sich hässlich. Um das Selbstwertgefühl der Kleinen zu steigern, kam die US-Sängerin auf eine Idee.

REUTERS

Es war ein bewegender Moment bei den MTV Video Music Awards im kalifornischen Inglewood: Pink trat auf die Bühne, um einen Preis zu empfangen, den "Michael Jackson Video Vanguard"-Award für ihr Lebenswerk. Die Sängerin, zweifache Mutter, nutzte ihre Dankesrede, um eine Geschichte über Tochter Willow zu erzählen. Die Sechsjährige saß im Publikum.

Willow habe jüngst während einer gemeinsamen Autofahrt gesagt, sie fühle sich hässlich, wie ein Junge mit langem Haar. Daraufhin entwarf die besorgte Mutter eine Power-Point-Präsentation mit den Bildern von Weltstars der Musik: Freddie Mercury zum Beispiel, Prince, Elton John, Michael Jackson, George Michael.

Allesamt seien androgyne Charaktere, so Pink auf der Bühne, von vielen als unmännlich beziehungsweise unweiblich verunglimpft. Zugleich aber ungeheuer erfolgreich. Das Ziel der privaten Lehrstunde: Die Tochter sollte merken, dass die Meinung der anderen über das eigene Aussehen völlig unerheblich ist.

Auch über die Mama würden die Leute sagen, sie sehe sehr männlich aus mit ihrem kurzen Haar, sagte Pink. Ihr Körper wirke auf manche zu stark.

"Und siehst du, dass mein Haar wächst?", so habe sie ihre Tochter gefragt. Die Antwort: "Nein, Mama." Pink: "Siehst du, dass ich meinen Körper ändere?" Willow: "Nein, Mama." Pink: "Siehst du, dass meine Konzerte weltweit ausverkauft sind?" Willow: "Ja, Mama."

Also, das habe sie ihrer Tochter gesagt: "Wir ändern uns nicht." Im Gegenteil: Sie sollten sich vornehmen, anderen Leuten zu helfen, viele Arten von Schönheit zu sehen.

sms

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