US-Sängerin Pink über Fehlgeburten "Du fühlst dich, als hasse dich dein Körper"

Im Alter von 17 Jahren musste Pink einen schweren Schicksalsschlag verkraften - die Sängerin verlor ihr ungeborenes Kind. Dieses Trauma hat sie nun in einem Song verarbeitet.

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US-Sängerin Pink hat nach eigenen Worten als 17-Jährige ein Kind verloren. Das sagte die 39-Jährige der Zeitung "USA Today" kurz nach Veröffentlichung ihres neuen Albums "Hurts 2B Human", auf dem sie das Erlebnis in einem Lied verarbeitet.

"Du fühlst dich, als hasse dich dein Körper, als sei er kaputt, als tue er nicht, was er sollte", sagte die Sängerin. Es sei auch nicht das einzige Mal gewesen, dass sie von diesem Schicksal getroffen wurde: "Ich hatte einige Fehlgeburten seitdem."

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US-Popstar Pink: "Ich hatte einige Fehlgeburten"

Pink ist seit 2006 mit dem Motocross-Profi Carey Hart verheiratet. Zusammen haben sie zwei Kinder: Tochter Willow Sage wird in diesem Jahr acht, Sohn Jameson Moon ist zwei Jahre alt.

"Hurts 2B Human" erschien am 26. April. Im Song "Happy" geht es dem Interview zufolge um die Fehlgeburt: "Since I was 17, I've always hated my body / and it feels like my body's hated me."

"Es ist der einzige Grund, warum wir noch zusammen sind"

In einem kürzlich erschienenen Interview mit dem TV-Sender NBC verriet die 39-Jährige kurz nach ihrem 13. Hochzeitstag zudem, dass sie und ihr Mann seit vielen Jahren eine Paartherapie machen. Pink sagte, dass die Sitzungen ihre Ehe gerettet hätten. "Es ist der einzige Grund, warum wir noch zusammen sind."

Laut dem Popstar kommen sowohl sie selbst als auch ihr Ehemann aus zerrütteten Familien. "Wir beide hatten keine Ahnung davon, wie man eine Familie zusammenhält und wie man dieses verrückte Leben führen soll."

Pink, die im echten Leben Alecia Moore heißt, zählt zu den erfolgreichsten Popmusikerinnen der Gegenwart. Insgesamt verkaufte sie mehr als 70 Millionen Singles und 40 Millionen Alben. In den Jahren 2002, 2004 und 2011 wurde sie mit dem Grammy ausgezeichnet. Ihre letzten beiden Alben ("Beautiful Trauma" und "The Truth About Love") standen gleich in mehreren Ländern auf Platz eins der Charts.

bam/dpa



insgesamt 8 Beiträge
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hrboedefeld 30.04.2019
1. Respekt!
immer noch ein Tabuthema in der Gesellschaft. Als ich verkündet habe, dass meine Frau schwanger ist waren alle schockiert weil ich nicht erst die obligatorischen 12 Wochen gewartet habe mit der Nachricht. Im Nachhinein habe ich dann erst erfahren wie viele Frauen im Bekanntenkreis schon Fehlgeburten erlitten hatten. Bei uns ging alles gut, aber ich hätte auch kein Problem damit gehabt über eine Fehlgeburt zu reden...
freiheitimherzen 30.04.2019
2. Na und?
Ich kenne eine Frau, die hatte insgesamt 6 Föten, die sich vorzeitig verabschiedet haben. Und die hat nie so einen Buhei darum gemacht. Vielleicht sollte man die Frau mal darüber aufklären, daß das ein ganz normaler Vorgang ist und viel häufiger auftritt als sie glaubt? Viele Grüße
masc74 30.04.2019
3.
Zitat von freiheitimherzenIch kenne eine Frau, die hatte insgesamt 6 Föten, die sich vorzeitig verabschiedet haben. Und die hat nie so einen Buhei darum gemacht. Vielleicht sollte man die Frau mal darüber aufklären, daß das ein ganz normaler Vorgang ist und viel häufiger auftritt als sie glaubt? Viele Grüße
Ihr Beitrag ist schon ein wenig herzlos, denn wenn es auch "normal" ist, kann es doch sehr traurig sein. Es ist trivial, dass jeder einmal sterben muss und auch nicht alle Kinder groß werden, aber trotzdem darf einen der Tod eines (ungeborenen) Kindes treffen, so wie jeder andere Tod auch. Wie das die schwangere Frau (und den Vater) emotional trifft, ist individuell. Ein "Hab dich nicht so" ist aber in jedem Fall unangemessen. Ich gebe Ihnen aber insofern recht, als gerade in den frühen Phasen die moderne bildgebende Medizin ein zweischneidiges Schwert ist. Das ist uns selbst passiert, unser ungeborenes Baby in einem frühen Stadium hatte prognostisch ungünstige Zeichen im hochauflösenden Schall und nach einiger Zeit auch keinen Herzschlag mehr. Dies passiert sehr vielen ungeborenen Kindern. Der Körper der Frau ist in dem frühen Stadium noch nicht wirklich verändert, aber durch die Schallbilder baut man eine Beziehung zu dem kleinen Wurm auf, sieht die Umrisse, Bewegungen und den Herzschlag... ist also auch "emotional schwanger" und baut bereits eine Identität als Familie auf. Diese Beziehung zu dem ungeborenen Kind ist eventuell dem frühen Stadium nicht angemessen und ohne die technischen Hilfsmittel nicht in dem Maße vorhanden, so das Abgänge ohne bildgebende Verfahren usw. emotional nicht so schwerwiegend wären. Das ändert aber nichts daran, dass es halt bei einer Fehlgeburt traurig ist, wenn das Kind nicht überlebt, das man schon ein bisschen kennenlernen durfte.
zwiebel75 30.04.2019
4. Zitat von freiheitimherzen]Ich kenne eine Frau...
Entweder haben Sie solch eine Situation nie erlebt und/oder Sie sind ein Mensch, dem es völlig an Empathie fehlt. Aber ich gebe Ihnen trotzdem einen Rat: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten.
c.PAF 30.04.2019
5.
In den ersten 10 Wochen enden über 30% der Schwangereschaften vorzeitig. Wenn da auf einmal alle traumatisiert wären. Ja, "uns" hat es auch zweimal erwischt, in der 8. bzw. 9. Woche. Und nein, es ist nicht lustig, vor allem, wenn man sich Kinder wünscht und es nicht klappt. Aber traumatisch? Naja, Ansichtssache...
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