Gerichtsmedizin bestätigt Prince an Schmerzmittel-Überdosis gestorben

Den Verdacht gab es schon seit Wochen, nun ist er bestätigt: Popstar Prince ist Ermittlern zufolge an einer Überdosis Schmerzmitteln gestorben.

Prince im Juli 2011
REUTERS

Prince im Juli 2011


US-Popstar Prince ist an einer Überdosis Schmerzmitteln gestorben. Das teilte die Gerichtsmedizin im US-Bundesstaat Minnesota mit. Der Musiker war am 21. April tot in seinem Anwesen Paisley Park in Minnesota aufgefunden worden.

Zuletzt war bekannt geworden, dass der Popstar noch am Tag vor seinem Tod von einem Arzt behandelt wurde. Das ist das Ergebnis einer Durchsuchung, bei der die Polizei die Gesundheitsakten des Musikers in einem Krankenhaus in Minneapolis beschlagnahmte.

Ein Arzt namens Michael Todd Schulenberg habe Prince am 7. April und nochmals am 20. April behandelt - einen Tag, bevor der Musiker in seinen Paisley Park Studios kollabiert in einem Aufzug gefunden wurde. An diesem Tag sei Schulenberg auch zu den Paisley Park Studios gefahren, um Testergebnisse abzuliefern. Den Ermittlern zufolge hatte er Prince auch Medikamente verschrieben.

Die Ermittler waren seit Längerem dem Verdacht nachgegangen, dass Prince an einer Überdosis von Opiaten gestorben sein könnte. Opiate werden als Schmerzmittel eingesetzt. Aus der Autopsie ergaben sich zunächst keine Hinweise auf die Todesursache.

Prince, der 57 Jahre alt wurde und als einer der bedeutendsten Popmusiker galt, hatte kurz vor seinem Tod zwei Auftritte wegen einer angeblichen Grippe abgesagt. Auf dem Rückflug in seinen Heimatstaat Minnesota verschlechterte sich sein Zustand derart, dass er in einem Krankenhaus einen Zwischenstopp einlegen musste.

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mxw/dpa/AP



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bis denne svenne 02.06.2016
1. Die Wahrheit ...
kann manchmal so profan sein! Umso schmerzlicher der Verlust: www.youtube.com/watch?v=4BDXI6f6S0o Welcome to the dawn ...
willibaldus 02.06.2016
2. Man hat sich so schnell die Nieren zerschossen
mit Schmerzmittel. Selbstmedikation und Dosierung ist da einfach zu gefährlich.
LudwigN 02.06.2016
3. Unbefridigend
Man weiss immer noch nicht warum er die Schmerzmittel nahm. Hatte er eine schwere Krankheit oder chronische Schmerzen, und wenn ja weswegen? Gerüchte gibt es viele, aber immer noch keine konkreten Antworten. Wenn er wirklich starke Schmerzen hatte, kann man schnell in eine Medikamentenabhängigkeit rutschen. Und wenn man so klein ist und so wenig wiegt kann es sehr schnell zu einer Überdosierung kommen. So viele Fragen, die bisher unbeantwortet bleiben.
der_durden 02.06.2016
4.
Zitat von willibaldusmit Schmerzmittel. Selbstmedikation und Dosierung ist da einfach zu gefährlich.
Also mit Opioiden "zerschießt" man sich ganz sicher nicht sehr schnell die Nieren. Denn diese Stoffgruppe hat eine extrem geringe Organtoxizität. Unfälle dieser Art gehen auf eine Atemlähmung zurück. Nieren, Leber etc. werden durch nicht opioide Analgetika (Schmerzmittel), die Stoffgruppe der NSAR geschädigt. Absurder Weise sind die Medikamente frei verkäuflich, welche eine höhere Schädlichkeit aufweisen. Natürlich kann man sich mit einer Überdosierung von Opioiden - durch Atemlähmung - töten, auch ist die Suchtgefahr, psychisch wie physisch um ein Vielfaches höher. Töten kann man sich allerdings auch mit frei verkäuflichem Paracetamol. Hier kommt es bei Überdosierung zum Leberversagen.
mankannnurstaunen 02.06.2016
5. Letztendlich
ist es ganz egal, woran er gestorben ist. DASS dieser begnadete, einmalige Musiker so früh gestorben ist, DAS ist die Tragödie.
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