Prinz Charles Immer Ärger mit den Steuern

In der freudigen Erwartungsstimmung geht es fast unter: Prinz Charles hat einmal mehr Ärger mit dem Fiskus. Seine Haushaltsexperten mussten seine Steuerpolitik nun vor einer Kommission rechtfertigen.

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London - In Großbritannien richten sich derzeit alle Augen auf das St. Mary Krankenhaus in London, wo das Kind von Prinz William und Herzogin Catherine zur Welt kommen soll. Doch nicht nur der neue sondern auch ein alter Thronfolger stehen dieser Tage unter Beobachtung. Prinz Charles muss sich wegen seiner Steuern verantworten, mal wieder.

Sein Privatsekretär William Nye sowie einige Finanzberater mussten am Montag vor einer parlamentarischen Prüfungskommission zu den Steuer-Regelungen Stellung beziehen, berichten die BBC und der "Guardian". Demnach interessiert die Kommission vor allem eines: Muss Charles für sein Anwesen, das Duchy of Cornwall, Unternehmenssteuer oder Kapitalertragssteuern zahlen?

Momentan bezieht der Prince of Wales aus diesem rund 53.000 Hektar großen Anwesen ein privates Einkommen von rund 19 Millionen Pfund. Hierauf zahlt er - freiwillig - Einkommensteuern. Allerdings erst nach Abzug von Geschäftsausgaben. Und die sind durchaus üppig: Laut "Guardian" waren es 2012 fast elf Millionen Pfund. Die Höhe der Ausgaben hatte den Thronerben immer wieder in Bredouille gebracht. Nicht nur Anti-Monarchisten fordern ein Ende der historischen Sonderregelung für den 64-Jährigen.

Nun soll geprüft werden, ob nicht doch eine Unternehmenssteuer fällig ist. Laut "Guardian" nimmt die Kommission ein Geschäft zwischen Charles und einem Energieunternehmen aus Dorset erneut zum Anlass, um die Steuern des Prinzen zu durchleuchten.

"Hätte Prinz Charles sein eigenes Geld investiert und nicht den Titel Duke of Cornwall benutzt, hätte er ganz normal Steuern zahlen müssen", kritisiert Graham Smith von der Anti-Monarchie Gruppe Republican im "Guardian". Er habe sich jedoch nicht für diese Variante entschieden.

Korrektur: In einer früheren Version hieß es, das Duchy of Cornwall sei rund 130.000 Hektar groß. Tatsächlich ist das Anwesen rund 53.000 Hektar groß. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

Warten auf Kates Nachwuchs: Komm schon, Baby +++ Köngliche Kinderüberraschung +++ Geburtstermin: Und, wann kommt's?

gam

insgesamt 25 Beiträge
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Seite 1
FairPlay 15.07.2013
1.
Wozu sind Monarchien überhaupt nützlich ? Monarchien sind im 21. Jahrhundert überflüssig. Sie sollten deshalb abgeschafft werden.
Mertrager 15.07.2013
2. Angemessen
Sondereinsatzkommando, Türen aufsprengen, Hunde erschiessen, Familienmitglieder verschnüren usw. So ein Bisschen Morgensport hat shon mancher Bürger bei uns erfahren, obwohl er sich NICHTS zuschulden kommen ließ. Das schreckt ab und ist als außergerichtliche Stafe geeignet, den Wankelmütigen auf den rechten Weg zu führen !!
experiencedsailor 15.07.2013
3. Man stelle sich vor,
die deutsche Monarchie hätte überlebt und irgendein Klaus Wilhelm Eugen Egon der 28zigste würde als Kaiser unter dem Jubeln der Teutonen durch die Gegend hampeln. Zum Glück kam es anders und wir können diesen Schwachsinn den Briten überlassen. Wer möchte kann über Gala usw. daran teilnehmen. Am Ende alles nur TamTam damit irgendwer irgendwie verdient, wahrscheinlich die Queen, ihr Sproß und ihr Enkel am meisten und zwar vermutlich um Faktor 1000 jenseits des Einkommens des deutschen Ottonormalverbauchers.
henry kaspar 15.07.2013
4. Hat jemand mal Charles' IQ emessen?
>?
m_ocean 15.07.2013
5. Monarchie....heute auch Politaristokratie.....
prinzipiell sollten wir uns die Frage stellen, ob und wofür wir überhaupt ein Staatsoberhaupt brauchen. Ob König oder Präsident...etc. alles nur Titel... was wir Bürger und Bewohner des blauen Planeten wirklich benötigen, ist die Einsicht, dass es ohne auch geht, sogar viel besser. Denn wir alle sind gleich. Kein Mensch ist mehr wert als ein anderer. Titel sind Illusion. Das Leben nicht. Wir sollten lernen mehr Verantwortung für uns selbst und unser Leben zu übernehmen, dann könnten wir eine neue Art des Zusammenlebens schaffen, in der wir wirklich alles gleich sind - und nicht andere gleicher. Jeder Mensch ist gleich wertvoll, egal ob Arbeiter, Angestellter, Kranker, Politiker, Reicher, Armer oder König.
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