Abgehörte Mailbox-Nachrichten Prinz Harry klagt wegen mutmaßlichem Handy-Hack

Vor wenigen Tagen war seine Frau Meghan juristisch gegen ein Boulevardblatt vorgegangen, jetzt legt Prinz Harry nach. Mehrere Zeitungen sollen seine Mailbox-Nachrichten abgehört haben.

Prinz Harry: Klage gegen zwei britische Zeitungsverlage wegen illegalen Abhörens von Mailbox-Nachrichten
Siphiwe Sibeko/REUTERS

Prinz Harry: Klage gegen zwei britische Zeitungsverlage wegen illegalen Abhörens von Mailbox-Nachrichten


Prinz Harry hat Klage gegen zwei britische Verlage eingereicht, weil deren Zeitungen illegalerweise Mailbox-Nachrichten von ihm abgehört haben sollen. Das britische Königshaus bestätigte der Nachrichtenagentur dpa entsprechende Medienberichte, nach denen es um "das illegale Abfangen von Voicemail-Botschaften" geht.

Demnach richten sich die Vorwürfe gegen den Verlag News Group Newspapers, zu dem die "Sun" gehört, und Reach plc, den Verlag der Zeitungsmarke "Mirror". News Group Newspapers bestätigte eine entsprechende Klage des Prinzen. Die Zeitungen gehören zu den auflagenstärksten Blättern Großbritanniens.

Prinz Harry hatte erst vor wenigen Tagen in einem emotionalen Brief eine "skrupellose Kampagne" gegen seine Frau Meghan beklagt. Die Herzogin hatte am Dienstag gegen die "Mail on Sunday" Klage eingereicht, weil das Blatt Auszüge aus einem privaten Brief Meghans an ihren Vater veröffentlicht und kommentiert hatte.

Die Vorwürfe erinnern an einen der größten Medienskandale in der Geschichte Großbritanniens, in dessen Zentrum 2011 die inzwischen eingestellte Boulevardzeitung "News of the World" stand. Jahrelang hatten Journalisten Handygespräche von Verbrechensopfern und Prominenten abgehört und Polizisten bestochen. Prinz Harry hatte bereits damals zu den betroffenen gehört.

fek/dpa/AFP/Reuters



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