Coronakrise Prinz Philip meldet sich mit seltenem Statement zu Wort

Prinz Philip hat den Einsatz im Kampf gegen die Corona-Pandemie gewürdigt. Dabei lobte er nicht nur medizinisches Personal. Das Statement des 98-Jährigen hat Seltenheitswert.
Prinz Philip würdigt "wichtige und dringende Arbeit" (Archivbild)

Prinz Philip würdigt "wichtige und dringende Arbeit" (Archivbild)

Foto: WPA Pool/ Getty Images

Vor fast drei Jahren hatte Prinz Philip angekündigt, sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen zu wollen. Nun hat der Ehemann von Königin Elizabeth II. sich aus dem Ruhestand mit einer seltenen Botschaft zu Wort gemeldet.

Er wolle die "wichtige und dringende Arbeit" würdigen, die von so vielen, etwa in Medizin und Wissenschaft, getan werde, um die Coronavirus-Pandemie zu bekämpfen, teilte der Herzog von Edinburgh mit. Anlass sei die Weltimpfwoche, die am Freitag beginnt.

Schriftlicher Dank

Dass der 98-Jährige sich öffentlich äußert, wird als Zeichen gewertet, wie ernst die Royals die Krise nehmen. Prinz Philip hatte im August 2017 seinen letzten offiziellen Termin absolviert.

Er wolle "im Namen derer, die in Sicherheit und zu Hause bleiben", auch allen danken, die in dieser Zeit die Infrastruktur am Laufen hielten, hieß es in der schriftlichen Mitteilung, die auf der Website  des Königshauses veröffentlicht wurde. Ausdrücklich nannte er dabei Mitarbeiter von Post- und Lieferdiensten sowie Menschen, die in der Lebensmittelindustrie und bei der Müllabfuhr arbeiten.

Kein Kanonensalut am Geburtstag der Queen

Die Botschaft kam einen Tag vor dem Geburtstag der Queen, die an diesem Dienstag 94 Jahre alt wird. Auch die Königin hatte sich mehrmals in den vergangenen Wochen zu Wort gemeldet und den Menschen Mut zugesprochen und sie zur Disziplin aufgerufen. Auf den traditionellen Kanonensalut soll an ihrem Geburtstag in diesem Jahr genauso verzichtet werden wie auf die Militärparade Trooping the Colour, die immer im Juni abgehalten wird.

Die Queen und Prinz Philip hatten sich bereits Mitte März nach Schloss Windsor zurückgezogen. Das Paar gilt wegen seines hohen Alters als besonders gefährdet durch die Lungenkrankheit Covid-19.

bbr/dpa