Prinz William bei Terroropfern in Christchurch Trauriger Anlass, herzliche Begrüßung

Der britische Thronfolger ist nach dem Anschlag von Christchurch zu Besuch in Neuseeland. Prinz William will mit Opfern sprechen - und wurde von Premierministerin Jacinda Ardern auf traditionelle Weise empfangen.

Mark Tantrum/ The New Zealand Government/ REUTERS

Knapp sechs Wochen nach dem Terrorangriff auf zwei Moscheen in Christchurch ist Prinz William zu einem Besuch in Neuseeland eingetroffen. Er traf ein muslimisches Mädchen, das bei dem Anschlag verletzt worden war. Das Mädchen war nach Angaben des Kensington-Palastes erst diese Woche aus dem Koma erwacht.

Auf einem Video, das vom Palast über Twitter verbreitet wurde, ist zu sehen, wie sich William und die kleine Neuseeländerin in der Starship-Kinderklinik von Auckland unterhalten. Der Thronfolger erzählt, dass er eine Tochter etwa im gleichen Alter habe, die Charlotte heiße.

Prinzessin Charlotte wird am Donnerstag nächster Woche vier Jahre alt. In Neuseeland ist sie, ebenso wie der Rest der Familie, nicht dabei.

Der britische Thronfolger sprach auch mit Polizisten und Rettungskräften, die nach dem Anschlag geholfen hatten. Die beiden betroffenen Moscheen will er ebenfalls besuchen.

Prinz William wurde von der neuseeländischen Premierministerin Jacinda Ardern mit dem Hongi, dem traditionellen Begrüßungsritual der Maori, willkommen geheißen. Der BBC zufolge sagte Ardern, sein Besuch sei eine Gelegenheit, der Opfer der terroristischen Attacke von Christchurch zu gedenken. Prinz William nannte den Anschlag einen "grausamen Albtraum".

Fotostrecke

6  Bilder
Prinz William in Neuseeland: Besuch nach dem Anschlag

In Christchurch wurden am 15. März 50 Menschen getötet und mehrere Dutzend verletzt. Als mutmaßlicher Täter sitzt ein 28-jähriger Rechtsextremist aus Australien in Untersuchungshaft. Ihm droht eine lebenslange Gefängnisstrafe.

Für Prinz William, der ohne Familie reist, ist es bereits der dritte Besuch in Neuseeland. Seine Großmutter, Queen Elizabeth II. (93), ist das offizielle Oberhaupt des Pazifikstaats.

jpz/dpa

Mehr zum Thema


© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.