Prinzessin Victoria Eine Hochzeit und sechs Strafanzeigen

Die Flitterwochen der schwedischen Kronprinzessin Victoria und ihres Mannes auf Tahiti haben ein unerfreuliches Nachspiel. Bei der Anti-Korruptions-Behörde in Stockholm sind mehrere Anzeigen eingegangen, weil der Luxustrip von einem schwerreichen Geschäftsmann bezahlt worden war.

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Stockholm - Es war eine Traumreise in die Südsee: Über eine Woche lang flitterten Schwedens Kronprinzessin Victoria, 33, und ihr Mann Daniel, 36, auf Tahiti, ließen es sich auf einer privaten Luxusyacht gut gehen. Doch nun sehen sie sich mit schweren Vorwürfen ihrer Landsleute konfrontiert. Hat das royale Paar ein zu teures Hochzeitsgeschenk eines reichen Geschäftsmannes angenommen? Bislang seien sechs Anzeigen eingegangen, die eine Untersuchung wegen möglicher Bestechung forderten, bestätigten Staatsanwälte der Nationalen Anti-Korruptions-Behörde.

Noch sei nicht entschieden, ob Ermittlungen eingeleitet würden, hieß es weiter. Die Identität derjenigen, die die Anzeige erstattet haben, wurde nicht öffentlich gemacht.

Nach ihrer Traumhochzeit am 19. Juni waren die Kronprinzessin und ihr früherer Fitnesstrainer mit einem Privatflugzeug nach Französisch-Polynesien geflogen und hatten über eine Woche lang eine luxuriöse Yacht zu ihrer Verfügung. Eigentümer von Jet und Yacht ist der Multimillionär Bertil Hult.

Nach einem Bericht der Zeitung "Aftonbladet" sollen die Kosten für das Anmieten eines Privatjets oder einer Yacht mehrere Millionen Kronen betragen.

"Es war eine Privatreise und das Hochzeitsgeschenk eines alten Freundes der königlichen Familie", teilte der Palast in Stockholm dazu mit. Weitere Angaben machte das Königshaus nicht.

kng/dpa

insgesamt 22 Beiträge
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brox/walker 11.08.2010
1. Korruption
Wo soll die Korruption sein, wenn die gute Dame keinerlei Entscheidungsgewalt hat?
jboese2, 11.08.2010
2. Neidhammel
Zitat von sysopDie Flitterwochen der schwedischen Kronprinzessin Victoria und ihres Mannes auf Tahiti haben ein unerfreuliches Nachspiel. Bei der Anti-Korruptionsbehörde in Stockholm sind mehrere Anzeigen eingegangen, weil der Luxustrip von einem schwerreichen Geschäftsmann bezahlt worden war. http://www.spiegel.de/panorama/leute/0,1518,711369,00.html
Da sind wieder die Neider am Werk. Das schwedische Königshaus hat wenig Macht. Und warum soll man nicht auch reiche Freunde haben? Ich bezahle gerade für die Kinder zweier Freunde aus USA den gesamten Europatrip, den sie sich sonst nicht leisten könnten. Ist das auch Korruption?
angela_merkel 11.08.2010
3. finde ich gut ...
dass in Schweden jetzt gegen das Königshaus wegen Korruption ermittelt wird. Wenn ich sehe, wie der deutsche Bundespräsident Wulff ungestraft seinen Urlaub im Ferienhaus von Carsten Maschmeyer verbringt, dem finsteren Chef einer der größten europäischen Drückerkolonnen, dann dreht sich mir der Magen um. Grüße aus den Ferien, Angie
Celestine, 11.08.2010
4. xy
Zitat von jboese2Da sind wieder die Neider am Werk. Das schwedische Königshaus hat wenig Macht. Und warum soll man nicht auch reiche Freunde haben? Ich bezahle gerade für die Kinder zweier Freunde aus USA den gesamten Europatrip, den sie sich sonst nicht leisten könnten. Ist das auch Korruption?
Wenn die Eltern den Trip auch bezahlen könnten, Sie sich aber daraus finanzielle Vorteile versprechen, vor allem als Beamter, so wäre das eindeutig Korruption. Sonst können Sie doch spendieren, wie es Ihnen lustig ist. Stellen Sie sich also nicht dumm ...
majik 11.08.2010
5. Ungestraft und finster
Zitat von angela_merkeldass in Schweden jetzt gegen das Königshaus wegen Korruption ermittelt wird. Wenn ich sehe, wie der deutsche Bundespräsident Wulff ungestraft seinen Urlaub im Ferienhaus von Carsten Maschmeyer verbringt, dem finsteren Chef einer der größten europäischen Drückerkolonnen, dann dreht sich mir der Magen um. Grüße aus den Ferien, Angie
Oh, jetzt muss der BP schon bestraft werden für seinen urlaub, und Maschmeyer ist nicht mehr nur "schillernd", sondern finster. Zur Korruption gehört doch aber wechselseitige Vorteilsnahme, oder? Was können Wulff, oder, um beim Thema zu bleiben, die Kronprinzessin denn so gewähren, außer vielleicht eine Einladung zum 5-Uhr-Tee? Die deutsche Neidgesellschaft macht sich täglich aufs Neue lächerlich.
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