Klatsch & Knatsch Und alle so: Moment mal!

Melanie Griffith stellt etwas fest, Melania Trump stellt etwas vor - und Philipp Lahm sowie der Ex von Mel B stellen so einiges infrage. Die Promi-Meldungen der Woche.

Stephen Belafonte mit Mel B (im März 2016)
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Stephen Belafonte mit Mel B (im März 2016)


Eines der wohl letzten Fotos des glücklichen Paares ist gerade mal ein Jahr alt: Im März 2016 zeigte sich Ex-Spice-Girl Mel B an der Seite ihres Manns Stephen Belafonte in Los Angeles. Damals wirkten die beiden vertraut, doch dieser Schein trog offenbar.

In dieser Woche hat Melanie Brown, wie die Sängerin mit bürgerlichem Namen heißt, schwere Vorwürfe gegen Belafonte erhoben und eine einstweilige Verfügung durchgesetzt: Der TV-Produzent soll die 41-Jährige laut Dokumenten eines Gericht in Los Angeles jahrelang emotional und körperlich misshandelt haben. Zudem habe er ihr gedroht, ein Sexvideo an Medien weiterzureichen, sollte Brown ihn verlassen.

Belafonte weist die Anschuldigungen seiner Noch-Ehefrau vehement zurück. Die Behauptungen seien "empörend" und "unzutreffend", heißt es laut BBC in einer Mitteilung seiner Anwälte. Sobald die Vorwürfe als haltlos entlarvt seien, würden sich tatsächliche Opfer häuslicher Gewalt beleidigt und angegriffen fühlen - und zwar aus nachvollziehbaren Gründen.

Mit ganz anderen Problemen schlägt sich derzeit Katy Perry herum: Sie fühlte sich nach zwei Instagram-Einträgen, auf denen sie sich jenseits der üblichen Inszenierungsnormen präsentiert hatte, nach eigenen Angaben etwas verunsichert.

Ihre Lösung: Sie googelte ihren Namen mit dem Zusatz "hot" ("heiß") - und bekam jede Menge Bilder zu sehen, auf denen sie perfekt in Szene gesetzt posiert. Eines davon veröffentlichte sie bei Instagram - womit sich der Kreis in gewisser Weise schloss.

Was das Aussehen angeht, hat auch Melanie Griffith eine Art Rückkehr zu sich selbst vollzogen. Die Schauspielerin hat bewegte Jahrzehnte hinter sich. Vier Ehen, Drogensucht - und Schönheits-OPs, die sich im Rückblick als wenig glückliche Wahl erwiesen. Darüber hat Griffith nun mit einer Zeitschrift gesprochen.

Die Schauspielerin sagte, sie habe verstanden, es mit den Eingriffen übertrieben zu haben, als die Leute sich fragten: "Oh mein Gott, was hat sie getan?" Sie sei dann zu einem Arzt gegangen. Der habe begonnen, "all das Zeug aufzulösen, das die vorherige Ärztin hineingetan hatte". Griffith sagte: "Ich hoffe, ich sehe jetzt wieder normaler aus."

Sieht das normal aus oder nicht? - diese Frage stellten sich viele Beobachter auch, als das erste offizielle Porträt Melania Trumps als First Lady vorgestellt wurde. Die allzu straff und weich gezeichnet wirkende Haut ließ manche Betrachter an ein Photoshop-Kunstwerk glauben. Doch insgesamt war das Echo positiv. Trumps Pose - ernster Blick, verschränkte Arme - überzeugte.

Zudem hatte sie klugerweise einen Blazer angezogen. So entging Trump der Kritik, die ihre Vorgängerin Michelle Obama über sich ergehen lassen musste. Obama hatte 2009 für ihr erstes Porträt aus dem Weißen Haus ein ärmelloses Kleid angezogen. Das war aus Sicht mancher Beobachter zu viel nackte Haut.

Ärger mit einer allzu freizügigen Darstellung hat auch Amber Heard, ihr Fall ist allerdings kaum mit dem der früheren First Lady zu vergleichen. In einer "explizit pornografischen Sexszene" des Films "London Fields" ist nicht Heard zu sehen, sondern ein Double. Weil sich dieser Unterschied normalen Zuschauern nicht erschließen dürfte, hat die Schauspielerin nun Produzent Christopher Hanley verklagt - weil die Szene mit der Doppelgängerin ohne Heards Wissen und Einverständnis gefilmt worden sei.

Die pikante Szene stammt aus dem "Producer's Cut", einer noch nicht veröffentlichten Filmversion. Heards Klage ist in gewisser Weise eine Reaktion darauf, dass Hanley die Schauspielerin ihrerseits auf zehn Millionen Dollar Schadensersatz verklagt hatte - seiner Ansicht nach hatte die Schauspielerin ihre vertraglichen Verpflichtungen für "London Fields" nicht erfüllt.

Wie Heard möchte auch Philipp Lahm etwas klarstellen - und wie die Schauspielerin will auch der Fußballer notfalls juristische Schritte einleiten, wie ein Berater Lahms mitteilte. Worum geht es? Lahm will im Sommer seine Karriere beenden. Und er möchte Abstand zum Fußballgeschäft gewinnen.

Da schien es ins Bild zu passen, als eine Fitness-Firma meldete, Lahm werde als neuer Großinvestor eine siebenstellige Summe in das Unternehmen investieren. Das war allerdings frei erfunden, ebenso wie Lahms Statement zu der Sache. Es habe sich um einen nicht lustigen Aprilscherz gehandelt, teilte der Berater mit. Man habe einen Anwalt eingeschaltet - und behalte sich vor, Klage einzureichen.

Eine Korrektur der anderen Art gab es unterdessen dieser Tage bei Doris Day zu bestaunen. Die Schauspielerin wurde am Montag gar nicht 93, sondern 95 Jahre alt.

Des Rätsels Lösung: Days Angaben, sie sei am 3. April 1924 zur Welt gekommen, waren offenbar geflunkert. Eine Kopie ihrer Geburtsurkunde zeigt, dass Day bereits am 3. April 1922 geboren wurde.

Day nahm die Enthüllung gelassen: "Ich habe immer gesagt, dass das Alter nur eine Zahl ist, und ich habe mich um Geburtstage nie wirklich geschert", teilte sie mit. "Aber es ist toll, endlich zu wissen, wie alt ich wirklich bin!"

ulz/mxw



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