Prügelattacke auf Rihanna Chris Brown plädiert auf nicht schuldig

Immer merkwürdiger präsentiert sich in den USA der "Fall Rihanna". Kurz nach der brutalen Attacke gegen die Sängerin war diese mit ihrem Freund Chris Brown verreist - der verdächtigt wird, sie misshandelt zu haben. Vor Gericht plädierte der 19-Jährige jetzt auf "nicht schuldig".


Los Angeles - Wenn man sich nur auf Eindrücke verlässt, die Bilder vermitteln, dann müsste man Popstar Chris Brown für einen reuigen Sünder halten.

Der 19-Jährige erschien am Montag vor Gericht in Los Angeles - der schwarz gekleidete junge Mann wirkte ernst, schlug vor der Richterin die Augen nieder. Er ist angeklagt, am 8. Februar seine Lebensgefährtin, die Sängerin Rihanna, brutal verprügelt und ihr gedroht zu haben, sie umzubringen.

In den USA hatte nicht nur die Attacke auf Rihanna selbst für Aufregung und Entsetzen gesorgt - zumal kurze Zeit darauf ein Foto der nach dem Angriff entstellten 21-Jährigen im Internet kursierte. Kontrovers diskutiert wurde vor allem, dass Rihanna schon wenige Tage nach der Tat mit dem Verdächtigen einen Kurzurlaub in Florida verbrachte.

Viele Radiostationen verzichten seither darauf, Browns Songs zu spielen, Werbekampagnen wurden gestoppt.

Vor Gericht antwortete Brown auf die Fragen der Richterin Patricia Schnegg, ob er sich der Körperverletzung und Bedrohung schuldig gemacht habe, mit leiser Stimme "nicht schuldig".

Der 19-Jährige wurde von seiner Familie zu der Verhandlung begleitet. Seine Mutter, so heißt es, habe mit "rotgeränderten Augen" in der ersten Reihe des Gerichtssaals gesessen und sehr bedrückt gewirkt. Rihanna selbst ließ sich durch ihren Anwalt vertreten.

Brown drohen im Falle einer Verurteilung bis zu vier Jahre und acht Monate Haft.

pad/AP



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